Oppidum

Unter einem Oppidum (lat. oppidum Befestigung, Schanzanlage, fester Platz) versteht man eine befestigte, stadtartig angelegte Siedlung der Kelten-Zeit. Der Begriff geht auf Gaius Julius Cäsars Schrift De bello Gallico zurück, in welcher er diese keltischen Schanzanlagen beschrieb. Charakteristisch sind vor allem die Befestigungen durch eine mit Erde oder Steinen verfüllte Schalmauer aus Holz, der so genannte Murus Gallicus.

Oppida werden oft als frühe stadtartigen Siedlung bezeichnet, über ihre Infrastruktur ist jedoch wenig bekannt. Wie Ausgrabungen in Manching bei Ingolstadt, auf dem Titelberg in Luxemburg und in Bibracte in Frankreich zeigen, weisen zumindest einige eine dichte und regelmäßige Innenbebauung auf. Konzentrationen mediterraner Importe beweisen die Bedeutung dieser Siedlungen im Handelsnetz der La Tène-Zeit. Oft sind die Oppida auch mit Heiligtümern verbunden.

Siehe auch: Oppidum Milseburg, Glauberg



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