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Die Zusammenkünfte dieser Gemeinschaft wurden im Gegensatz zur lateinischen Messe mit Gebeten und Gesängen in der Volkssprache sehr lebendig gestaltet und fanden bald großen Zulauf. Schließlich musste dafür ein eigener, größerer Raum eingerichtet werden - das Oratorium (lat. "Betsaal"). Die Treffen selbst wurden alsbald "Oratorium" genannt und wurden von der Inquisition lange mißtrauisch beobachtet, da unter anderem Laien in den Zusammenkünften predigten. Von hier aus wurde die volkssprachliche, dramatische Vergegenwärtigung biblischer oder moralischer Themen populär und behielt den Namen Oratorium, schlußendlich als musikalische Gattung. Da Giovanni Pierluigi da Palestrina ein Beichtkind Philipp Neris war, waren die musikalischen Darbietungen ab 1571 von ihm geleitet, auf höchstem Niveau und weithin gerühmt.
Die Gemeinschaft des hl. Philipp Neri existiert heute in vielen Ländern. Sie hat sich besonders die Verlebendigung von Gottesdienst und Seelsorge zum Ziel gesetzt. Auch sie trägt den Namen Oratorium, die Mitglieder heißen Oratorianer. Sie sind Priester oder männliche Laien und betreuen meist Pfarreien.
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Bei den Oratorianern handelt es sich um eine Priestergemeinschaft, welche im eigentlichen Sinne keine Ordensmänner sind, da sie keine Gelübde ablegen. Vom heiligen Philipp Neri in Rom begründet, ist bis heute jedes Haus selbständig. Die Generalleitung der Oratorianer befindet sich in Rom.