Osmium

Osmium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Os und der Ordnungszahl 76.

Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, OrdnungszahlOsmium, Os, 76
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block8 (VIIIB), 6 , d
Dichte, Mohshärte 22610 kg/m3, 7
Aussehen bläulich grau
Atomar
Atomgewicht 190.23 amu
Atomradius (berechnet) 130 (185) pm
Kovalenter Radius 128 pm
van der Waals-Radius k.A.
Elektronenkonfiguration [Xe]44f145d66s2
e- 's pro Energieniveau2, 8, 18, 32, 14, 2
Oxidationszustände (Oxid) ±0.7 (leicht sauer)
Kristallstruktur hexagonal
Physikalisch
Aggregatzustand (Magnetismus) fest (__)
Schmelzpunkt 3306 K (3033°C)
Siedepunkt 5285 K (5012°C)
Molares Volumen 8.42 ×1010-3 m3/mol
Verdampfungswärme 627.6 kJ/mol
Schmelzwärme 31.8 kJ/mol
Dampfdruck 2.52 Pa bei 3300 K
Schallgeschwindigkeit 4940 m/s bei 293.15 K
Verschiedenes
Elektronegativität 2.2 (Pauling-Skala)
Spezifische Wärmekapazität 130 J/(kg*K)
Elektrische Leitfähigkeit 10.9 106/m Ohm
Wärmeleitfähigkeit 87.6 W/(m*K)
1. Ionisierungsenergie 840 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1600 kJ/mol
Stabilste Isotope
IsotopNHt1/2 ZMZE MeVZP
184Os0.02%>5.6 E13 y    
186Os1.58%>2.0 E15 y &alpha2.822182W
187Os1.6%Os ist stabil mit 111 Neutronen
188Os13.3%Os ist stabil mit 112 Neutronen
189Os16.1%Os ist stabil mit 113 Neutronen
190Os24.6%Os ist stabil mit 114 Neutronen
192Os41.0%Os ist stabil mit 116 Neutronen
194Os{syn.}6 y β-0.097194Ir
NMR-Eigenschaften
187Os189Os
Kernspin1/23/2
gamma / rad/T6.161e6 2.076e7
Empfindlichkeit1.22e-50.00234
Larmorfrequenz bei B=4.7T4.61 MHz15.5 MHz
SI-Einheiten und Standardbedingungen werden benutzt,
sofern nicht anders angegeben.
Es ist ein hartes, sprödes, sehr schweres, blaugrau oder blauschwarzes Übergangsmetall der Platingruppe. Osmium wird immer da genutzt, wo es auf größte Haltbarkeit und Härte ankommt.

Bemerkenswerte Eigenschaften

Metallisches Osmium ist extrem schwer, von blauweisser Farbe und auch bei höheren Temperaturen glänzendes Metall. In kompakter Form lässt es sich nur sehr schwer herstellen. Leichter herstellbares Metallpulver zersetzt sich schon bei Raumtemperatur zu dem stark giftigen und stark riechenden bei 130 °C siedenden Osmiumtetraoxid OsO4.

Osmium besitzt von allen Elementen der Platinfamilie den höchsten Schmelzpunkt und den niedrigsten Dampfdruck. Die häufigste Oxidationsstufe ist +4, aber alle Stufen von +0 bis +8 sind bekannt.

Anwendungen

Wegen der hohen Giftigkeit der Oxide wird Osmium selten im reinen Zusatand verwendet. In abrasiven und verschleißenden Anwendungen wie Schreibkugeln in Kugelschreibern, phonografische Abtastnadeln, Wellen und Zapfen im Instrumentenbau sowie elektrische Kontakte kommen harte osmiumlegierte Legierungen aus der Platinfamilie zum Einsatz. Eine Legieung aus 90% Platin und 10% Osmium wird zu medizinischen Implantaten und künstlichen Herzklappen verarbeitet sowie in Herzschrittmachern verwandt.

Osmiumtetraoxid wird zur Kontrastverstärkung bei mikroskopischen Präparaten und zur Spurensicherung (Fingerabdrücke) eingesetzt.

Früher, bevor das billigere Wolfram aufkam, war es das Material der Glühwendel für Glühlampen.

Geschichte

Osmium ( griechisch osme für Geruch) wurde 1803 durch Smithson Tennant zusammen mit Iridium im Rückstand von in Königswasser aufgelöstem Platin entdeckt. Seinem rettichartigen Geruch verdankt das Element seinen Namen.

Vorkommen

Das Übergangsmetall kommt im ?Iridiosmium?, einer natürlich vorkommenden iridium- und osmiumhaltgen Legierung, sowie in platinhaltigen Flusssanden im Ural, Nordamerika und Südamerika vor. Auch nickelhaltige Erze aus Sudbury, Ontario enthalten Elemente der Platingruppe.
Die wichtigesten Vorkommen liegen in Witwatersrand/
Südafrika, im Ural, in Nord- und Südamerika, in Tasmanien, in Borneo und in Japan.

Verwendung

Früher, bevor das billigere Wolfram aufkam, war es das Material der Glühwendel für Glühlampen.

Verbindungen

Osmiumtetraoxide OsO4

Vorsichtsmaßnahmen

Osmiumtetraoxid ist hochtoxisch. Staubgehalte in der Luft von 10-7 g/m³ können Atemnot/stillstand? (lung congestion), Haut- oder Augenschäden hervorrufen.

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