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Ostpreußen war das Stammland der Preußen. Es lag an der Ostsee, zwischen zwischen Polen und Litauen. südwestliche Grenze war die Weichsel, nordöstliche die Memel. Nachdem im 18. Jahrhundert Polen aufgeteilt wurde (1772 erste Teilung Polens) und Deutschland einige Teile davon erhielt, befahl König Friedrich II am 31. Januar 1773 die Neuerwerbungen als Westpreußen und das bisherige Herzogtum Preußen als Ostpreußen zu bezeichnen. Hauptstadt Ostpreußens war bis zum Ende des zweiten Weltkriegs Königsberg.
Nach dem Wiener Kongress 1815 wurden Ostpreußen und Westpreußen als Provinzen errichtet. Von 1824 bis 1829 waren sie personell und von 1829 bis 1878 real zur "Provinz Preußen" vereinigt.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde Westpreußen ohne Volksabstimmung unter Polen und der Freien Stadt Danzig aufgeteilt. Der östliche Restteil wurde der Provinz Ostpreußen als "Regierungsbezirk Westpreußen" bzw. "Regierungsbezirk Marienwerder" angegliedert.
Im südlichen Ostpreußen (Masuren) fand 1920 eine Volksabstimmung über die künftige Gebietszugehörigkeit statt. Die Bewohner konnten zwischen den Alternativen Polen und "Ostpreußen" (nicht: dem Deutschen Reich, wie man oft behauptet) wählen. 97 % der Bewohner entschieden sich bei dieser geheimen Abstimmung, weiterhin zu Ostpreußen zu gehören.
Nach der gewaltsamen Besetzung Polens 1939 durch das Dritte Reich wurde ein weiterer Regierungsbezirk Zichenau (Ciechanow) gebildet, der verwaltungsrechtlich ebenfalls zu Ostpreußen gehörte.
Im Verlauf des 2. Weltkrieges wurde Ostpreußen von der sowjetischen Armee nach blutigen Kämpfen erobert. Ein Großteil der Bevölkerung war bereits vor der sowjetischen Armee geflohen, die verbleibenden Bewohner wurden von den Soldaten der sowjetischen Armee misshandelt und oftmals zur Zwangsarbeit nach Sibirien verschleppt.
Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte die Aufteilung Ostpreußens zwischen Polen und der Sowjetunion. Der sowjetische Anteil wurde der RSFSR zugeteilt, der polnische Anteil wurde auf die damaligen Woiwodschaften Gdansk (Danzig), Elblag (Elbing), Olsztyn (Allenstein) und Suwalki (Sudauen) aufgeteilt.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung bestätigte die Bundesrepublik im deutsch-polnischen Grenzvertrag vom 14. November 1990 die Aufgabe ihrer Ansprüche auf das ehemalige Ostpreußen.
Nach einer Neuordnung der Woiwodschaften am 1. Januar 1999 im polnischen Südteil bildet dieses Gebiet seither in seiner Gesamtheit die Woiwodschaft Ermland-Masuren mit der Hauptstadt Olsztyn (Allenstein), der nördliche Teil bildet heute den russischen Kaliningrader Oblast mit der Hauptstadt Kaliningrad. Nach der Auflösung der Sowjetunion ist dieser Oblast nun eine Exklave Russlands.
Die Provinz Ostpreußen umfasste in den Grenzen von 1937 die Regierungsbezirke Königsberg, Gumbinnen, Allenstein und Marienwerder. Die Einwohnerzahl betrug 1939 2,49 Millionen.
Als Hymne von Ostpreußen gilt das Ostpreußenlied.
| Table of contents |
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1.1 Regierungsbezirk Allenstein
2 Weblinks1.2 Regierungsbezirk Gumbinnen 1.3 Regierungsbezirk Königsberg 1.4 Regierungsbezirk Westpreußen |
Verwaltungsgliederung von Ostpreußen
Regierungsbezirk Allenstein
Stadtkreise
Landkreise
Regierungsbezirk Gumbinnen
Stadtkreise
Landkreise
1939 wurde der bis dahin polnische Landkreis Sudauen (bis 1941 Suwalken) dem Regierungsbezirk Gumbinnen und damit an Ostpreußen angegliedert.Regierungsbezirk Königsberg
Stadtkreise
Landkreise
Regierungsbezirk Westpreußen
(vor 1919 zur Provinz Westpreußen und von 1939 - 1945 zum Reichsgau Danzig-Westpreußen gehörig)
Stadtkreise
Landkreise
Nach der Besetzung Polens 1939 wurde der Regierungsbezirk Zichenau (Cziechanow) aus neun polnischen Landkreisen geschaffen und verwaltungsrechtlich der Provinz Ostpreußen angegliedert.
Siehe auch: Frisches Haff, Kurisches Haff, Klaipeda (dt. Memel), Memelland, Pregel, Preußische Ostbahn, Oberländischer Kanal, Vertreibung, Ermland-Masuren