Otto Braun (* 28. Januar 1872, Königsberg (heute Kaliningrad), † 15. Dezember 1955, Locarno, Schweiz)
war ein deutscher Politiker (SPD) in der Weimarer Republik.
Als Ministerpräsident Preußens war Braun maßgeblich daran beteiligt, dass republikanische "Bollwerk Preußen" in der Weimarer Republik aufzubauen. Im Gegensatz zur Bundespolitik gelang es ihm in Preußen eine weitgehend stabile Regierung zu etablieren.
In seine Amtszeit fällt unter anderem die Umgestaltung der öffentlichen Verwaltung unter demokratischen Gesichtspunkten. Nach Preußenschlag und Machtergreifung Hitlers wurde diese schnell und gründlich revidiert.
Leben
- Otto Braun war Drucker und Druckereibesitzer
- 1913 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- 1918 Landwirtschaftsminister in Preußen
- 1920 gleichzeitig Ministerpräsident (mit kurzen Unterbrechungen bis 1932/1933
- 1932 enthob ihn der Reichskanzler Franz von Papen als Reichskommissar für Preußen seines Amtes. Die Klage der Regierung Braun und süddeutscher Länder, die den Föderalismus gefährdet sahen, vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig blieb erfolglos.
- 1933 Erneute Entmachtung in einem Staatsstreich
- Otto Braun verzichtete auf sein Amt und ging in die Schweiz
- 1940 erschien in Zürich sein Hauptwerk "Von Weimar zu Hitler"
- Am Ende des 2. Weltkrieges erfragte die abgesetzte Regierung Braun die Kooperation der Amerikaner zur Wiedereinsetzung, was aber abgelehnt wurde.