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| Table of contents |
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2 Vorkommen und Wirkung 3 Verwendung 4 Geschichte |
Oxalsäure ist durch die Nachbarstellung der Carboxylgruppen eine starke Säure und wie die α-Diketone instabil. Sie zerfällt in konzentrierter Schwefelsäure sofort zu Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Wasser. Der Schmelzpunkt der Oxalsäure liegt bei 189,5 °C, die Löslichkeit in Wasser ist mit 102 g/l bei 20 °C recht gut. Oxalsäurre kristallisiert aus wässrigen Lösungen mit 2 Molekülen Kristallwasser: (COOH)2 × 2 H2O, was bei Berechnungen zu berücksichtigen ist.
Oxalsäure und ihr Kaliumsalz kommt in größeren Mengen in Rhabarber vor, das meiste davon in den Blättern, weshalb nur der Stiel nach dem Kochen zum Verzehr geeignet ist. In geringeren Mengen kommt Oxalsäure u. a. in Klee, Roter Bete und Sauerampfer vor.
Oxalsäure ist in höherer Konzentration giftig, kommt in geringer Konzentration aber auch in Lebensmitteln wie Tee, Kakao und Schokolade vor. Calciumoxalat entsteht in der Natur häufig beim Absterben von Pflanzenzellen, es kann unter polarisiertem Licht als helle rechteckige Kristalle erkannt werden (besonders einfach in braunen Zwiebelschalen).
Nierensteine bestehen meist aus Calciumoxalat und Harnsäure, die Steinbildung wird aber durch Zitronensäure, welche in Früchten vorkommt, verhindert.
Oxalsäure kann zur Entfernung von Rostflecken verwendet werden. In der Technik wird sie oft als Hilfsstoff in der Elektrochemie (Eloxalverfahren) oder als Bleichmittel eingesetzt. Die weltweite Produktion von Oxalsäure und ihren Estern liegt bei 140 000 Jahrestonnen.
Oxalsäure wurde 1796 durch Wiegleb im Sauerklee (Oxalis, daher der Name) entdeckt und war daher erst unter dem Namen Kleesäure bekannt. 1776 konnte sie in größeren Mengen durch Carl Wilhelm Scheele und Bergmann durch Oxidation von Zucker mit Salpetersäure hergestellt werden, was
noch keine Synthese sondern der Abbau eines Naturstoffes war.
Oxalsäure wurde dann 1824 erstmalig von Friedrich Wöhler künstlich aus anorganischen Grundstoffen hergestellt (synthetisiert durch Verseifung von Dicyan, (CN)2).
Eigenschaften
Vorkommen und Wirkung
Verwendung
Geschichte