|
|
Würde man alles Ozon, dass sich in der Atmosphäre befindet, extrahieren und auf Normaldruck komprimieren, ergäbe das eine 3 mm hohe Schicht auf der Erdoberfläche. Zum Vergleich: Die Luftsäule mit den anderen Gasen (vor allem Stickstoff und Sauerstoff) wäre 8 km hoch.
Bestimmte Gase, insbesondere FCKW, können durch katalytische Effekte einen beschleunigten Abbau des Ozons bewirken. Dieses führt zum Ozonloch, das nach Ende des Polarwinters vor allem über dem Südpol beobachtet wird, inzwischen aber auch über dem Nordpol auftritt. Mit der aufgehenden Sonne werden Moleküle vom Sonnenlicht gespalten, die die Katalysatoratome freisetzen. Zwar baut sich das Ozon wieder auf, aber nur mit einer gewissen Verzögerung (einige Wochen nach Sonnenaufgang). Während dieser Phase treffen verstärkt UV-Strahlen auf die Erdoberfläche, was zum Beispiel das Plankton in den Polarmeeren schädigt, oder beim Menschen zu einer Zunahme von Hautkrebserkrankungen führt.