Paläosibirische Sprachen

Die paläosibirischen Sprachen (auch paläoasiatische oder altsibirische Sprachen) sind eine Gruppe nicht miteinander verwandter Sprachen, die heute nur noch in Ost-Sibirien gesprochen werden. Sie sind möglicherweise nur die Reste einer größeren Anzahl an Sprachfamilien des prähistorischen Sibirien. Sie wurden vermutlich von Sprachen wie dem Jakutischen und den Tungusischen Stämmen geschluckt. Zu den paläosibirischen Sprachen gehören drei Untergruppen und zwei isolierte Sprachen mit hundert bis wenigen tausend Sprechern.

Diese Gruppen sind Jenisseisch, Jukagirisch und Tschuktscho-Kamtschadalisch. Dazu kommen die Sprachen Giljakisch und Ainu.

Bei den Sprechern handelt sich um die ältesten Sprachen Sibiriens. Bis in das 17. Jahrhundert waren Jenisseisch und Jukagirisch in erhebliche größeren Gebieten verbreitet. Die samojedischen Sprachen haben in der Vergangenheit die Sprachen heute ausgestorbener jenisseischer Stämme absorbiert. Im 17. Jahrhundert wurde Jukagirisch westlich bis auf die Taymyrhalbinsel gesprochen. Über die Geschichte des Giljakischen ist wenig bekannt, evtl. kommt die Sprache aus der Mandschurei.

Gelegentlich zählt man auch die vier fast ausgestorbenen eskimo-aleutischen Sprachen zu der Gruppe, die auf russischem Gebiet gesprochen werden.



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