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Spezielle Bezeichnungen in den verschiedenen Religionen:
Die Vorstellungen vom Paradies und dem Leben darin sind sehr vielfältig und geben einen interessanten Einblick in die Bedürfnisse und Sehnsüchte der jeweiligen Kultur. War es für die Christen in dem meist ländlichen Mittelalter die Stadt - das Himmlische Jerusalem (Offb. 21) -, rückte später der Garten Eden (Gen. 2) in den Vordergrund. Die Klostergärten, die ja nach dem Paradieswunsch gestaltet wurden, geben uns bis heute das Bild wieder von einer (geometrisch) geordneten, in sich geschlossenen Welt. Höhepunkt dieser Vorstellung war der französische Garten im Barock. Seit der Aufklärung wird der Paradiesgarten jedoch immer mehr einer Urlandschaft gleichgesetzt, einer Welt noch vor der Zivilisation, also auch vor dem Sündenfall. Für den ökologisch bewussten Menschen der heutigen Zeit ist Paradies meist eine Wildnis, ein Urwald oder Biotop, in dem die durch Kultur und Technik hervorgerufene Entfremdung überwunden wäre.
Weblinks