Patriarchat (Kirche)

Ein Patriarchat ist ein Verband von Bistümern an deren Spitze ein Patriarch steht. Patriarchate gibt es in der östlich-orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und römisch-katholischen Kirche.

Table of contents
1 Die historischen Patriarchate
2 Östlich-orthodoxe Patriarchate
3 Orientalisch-orthodoxe Patriarchate
4 Katholische Patriarchate

Die historischen Patriarchate

Bis zum 5. Jahrhundert wurde der Titel Patriarch lose für Bischöfe von bedeutenden Bistümern gebraucht.

Im ersten Konzil von Nicäa werden die drei Patriarchate Rom, Alexandria und Antiochia erwähnt, deren Bischöfe den Titel Patriarch führen. Im späteren 4. Jahrhundert kamen Konstantinopel und 451 Jerusalem dazu.

Der Ehrenrang der Patriarchate war historisch nicht immer gleich. Bis zum vierten Jahrhundert hatte Alexandria als grösste und theologisch bedeutendste Kirche den zweiten Rang, am ersten Konzil von Konstantinopel ging der zweiten Rang an das "neue Rom" Konstantinopel, womit die Reihenfolge lautete:

  1. Rom (bis zum grossen Schisma gegründet durch die Apostel Petrus und Paulus
  2. Konstantinopel gegründet durch den Apostel Andreas
  3. Alexandria, gegründet durch den Evangelisten Johannes Markus
  4. Antiochia, gegründet durch die Apostel Petrus und Paulus
  5. Jerusalem

Östlich-orthodoxe Patriarchate

Seit dem
großen Schisma gibt es in der östlich-orthodoxen Kirche noch vier historische Patriarchate Durch die Slawenmission entstanden das Patriarchat von Moskau, sowie das georgische, serbische, bulgarische und rumänische Patriarchat.

Weitere östlich-orthodoxe Patriarchate

Orientalisch-orthodoxe Patriarchate

In den orientalisch-orthodoxen Kirchen ist der Patriarch jeweils das Kirchenoberhaupt. Zu den orientalisch-orthodoxen Patriarchaten gehören

Katholische Patriarchate

Zu den mit der römisch-katholischen Kirche unierten und dem Papst unterstellten Patriarchaten gehören: