Karl Paul Immanuel von Hase (* 24. Juli 1885; † 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Berufssoldat und zählt zu den Mitgliedern des Widerstandes gegen das Hitlerregime.
Leben
Paul von Hase hatte in der Wehrmacht des so genannten dritten Reiches folgende Funktionen inne:
- 1933 Bataillonskommandeur in Neuruppin
- 1935 Bataillonskommandeur in Landsberg an der Warthe
- 1938 Regimentskommandeur
- 1939/1940 Teilnahme am Polen- und Frankreichfeldzug
- 1940 - 1944 Stadtkommandant von Berlin
Seit 1938 war Generalmajor von Hase in die Verschwörungspläne des Offizierskorps eingeweiht, an denen Männer wie Wilhelm Canaris, Hans Oster, die Generale Erwin von Witzleben, Franz Halder und Erich Hoepner arbeiteten.
Am 20. Juli 1944 ließ von Hase das Regierungsviertel in Berlin abriegeln. Nach dem mißlungenen Attentat und Umsturzversuch wurde er noch am Abend des 20. Juli verhaftet. In einem Prozess gegen einen Teil der Verschwörer wurde er am 8. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee noch am gleichen Tage durch Erhängen hingerichtet.
Literatur
- Roland Kopp: Paul von Hase. Eine Von der Alexander-Kaserne nach Plötzensee. Eine deutsche Soldatenbiographie 1885-1944. LIT Verlag, Münster/Hamburg/London 2001
- Heinrich Bücheler: Paul von Hase. Der Wehrmachtkommandant von Groß-Berlin 1940-1944. In: Damals, Heft 7, Juli 1984, S. 611 ff.
Siehe auch: Liste der Beteiligten des Aufstandes vom 20. Juli 1944, Widerstand gegen den Nationalsozialismus