Person ist die Bezeichnung für ein menschliches Wesen.
Das Begriffsfeld Person (lat. persona = Maske des Schauspielers) erstreckt sich über verschiedene Zweige der Geistes-, Human- und Gesellschaftswissenschaften:
In der Philosophie, vor allem in moderneren Strömungen, sind Personen die Subjekte der Ethik. Manche Ethiker, so Peter Singer, unterscheiden zwischen Mensch und Person. Diskursethisch lässt sich dies so begründen, dass nur der Mensch als Person gelten kann, der in der Lage ist, sich im Diskurs zu äußern.
In der Psychologie wird Person mit dem Menschen als Einzelwesen gleichgesetzt, der über eine Gesamtmenge an Anlagen und erworbenen Fähigkeiten verfügt, die sog. personale Struktur. Als Person ist jeder Mensch einmalig. Einige, so Andreas Wieland, gehen davon aus, dass für jeden Zeitpunkt im Menschen eine eigene Person existiert, die mit allen anderen konkurriert. Dadurch lassen sich Verhaltensweisen wie Faulheit erklären, da man durch zeitliches Verschieben die ungeliebter Tätigkeiten selbst nicht erledigen muss, möglicherweise aber eine Nachfolgeperson im Menschen (Selbstkonkurrenz).
Die Sprache orientiert sich an der Person (auch in der Mehrzahl), die spricht (ich), die angesprochen wird (du), über die gesprochen wird (er, sie)
In der Rechtswissenschaft ist Person jeder, der Rechte und Pflichten haben kann, in erster Linie ein Mensch, der als natürliche Person bezeichnet wird. Seine Rechtsfähigkeit beginnt nach deutschem Recht mit der Vollendung der Geburt. Daneben existiert aber auch der in Anlehnung an die natürliche Person entstandene Begriff einer juristischen Person, der rechtsfähige Körperschaften oder Vereinigungen wie z. B. den Verein. die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder die Aktiengesellschaft bezeichnet.
Siehe auch: Personensuche, Persona non grata