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Mit dem Pesach-Fest feiert das Judentum die Befreiung der Israeliten (den Exodus), aus der ägyptischen Gefangenschaft. Der hebräische Name des Festes bedeutet "Vorübergang", "Verschonung" und erinnert an die biblische Erzählung vom göttlichen Schlag gegen die ägyptischen männlichen Erstgeborenen, von dem die Hebräer ausgenommen waren.
Das Fest beginnt am Abend des ersten Frühlingsvollmonds (14. Nissan) und dauert 7 Tage, in der Diaspora 8 Tage. Da der jüdische Kalender ein Mondkalender ist, bei dem die Monatsanfänge nach dem Neumond festgelegt werden, fällt Pesach immer auf das gleiche Datum.
Das Pesach-Fest wird im Familienkreis gefeiert. Dazu werden Speisen mit symbolischer Bedeutung verzehrt, wie z.B. das ungesäuerte Brot (Mazzen). Der traditionelle geröstete Lammknochen auf dem Tisch erinnert an die biblische Vorschrift der Opferung eines Pesachlamms, das im Jerusalemer Tempel geopfert wurde. Da der Tempel nicht mehr steht, wird jedoch heute kein Lammbraten zum Pesach gegessen.
Im Christentum wird das Osterfest in zeitlicher und auch inhaltlicher Nähe zu Pesach gefeiert. So hat sich dort z. B. auch das so genannte Passahlamm als Osterlamm erhalten. Auch der Name des christl. Osterfestes ist in vielen Sprachen (z.B. Griechisch, Französisch, und Italienisch) eine Form von Pascha oder Pesach.
50 Tage nach Pesach begehen die Juden das Wochenfest (hebr Schawuot), das als Pfingstfest in die christliche Tradition eingegangen ist.