Pfeffer

(1) Pfeffer (botanisch Piper) ist eine Gattung in der Familie der Pfeffergewächse.

(2) Pfeffer ist ein scharf schmeckendes Gewürz.

Weißer und grüner Pfeffer sind von der Beerenschale befreite Samen der Pfefferpflanze (Piper nigrum L.), einem Kletterstrauch, der an Bäumen emporwächst und rund 10 Meter hoch werden kann. Der schwarze Pfeffer wird aus den unreif abgenommenen und durch Trocknen runzlig und schwarz gewordenen Beeren des Piper nigrum. Die ursprüngliche Heimat dieser Pflanze ist Indien, speziell die Provinz Malabar. Von einer Pfefferpflanze kann bis zu 30 Jahre lang zweimal jährlich Pfeffer geerntet werden.

Die größten Anbauländer von Pfeffer sind Indien, Indonesien, Brasilien und Malaysia. Weltweit werden etwa 140.000 Tonnen Pfeffer jährlich prodziert.

Früher wurde auch mit dem so genannten langen Pfeffer gehandelt, der aus den getrockneten unreifen Fruchtkätzchen von Piper longum L. gewonnen wurde.

Geschichte

Früher musste der Pfeffer von Indien nach Europa transportiert werden. Pfeffer war ein kostbares Gut und wurde zeitweilig mit Gold aufgewogen. Im Mittelalter hatten die Türken und Araber, später Venedig, das Monopol auf den Gewürzhandel mit Indien und wachten eifersüchtig darüber. Die kostbaren Gewürze waren ein Grund, warum Columbus und andere einen anderen Seeweg nach Indien suchten. 1499 gelang es Vasco da Gama, eine Ladung Pfeffer aus Indien nach Europa zu bringen.

Pfeffer war nicht nur ein reiner Luxusartikel, er galt auch als Heilmittel. Auf Schiffen wurde beinahe verdorbenes Fleisch mit Pfeffer (durch dessen antimikrobielle Inhaltsstoffe) wieder genießbar gemacht.

Im englischen Sprachraum wird sowohl der echte Pfeffer als auch scharfer Paprika mit dem gleichen Wort (Pepper) bezeichnet, was zu Unklarheiten führen kann.

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