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| Table of contents |
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2 Ernährung und Lebensweise 3 Verbreitung 4 Fortpflanzung 5 Gefährdung 6 Systematik |
Ihr äußeres Erscheinungsbild, das innerhalb der Entenvögel als vergleichsweise primitiv gilt, also als charakteristisch für den gemeinsamen Vorfahren dieser Vögel angesehen wird, erinnert sowohl an echte Gänse (Anserini) als auch an Enten (Anatinae), weshalb sie im Englischen auch "whistling ducks", also "Pfeifenten" genannt werden. Die Weißrückengans (Thalassornis leuconotus) weist zahlreiche anatomische Eigenheiten auf, die als Anpassung an die für diese Art kennzeichnende Nahrungsbeschaffung durch Tauchen gelten können, und sie von den anderen Arten absetzt.
Der Körper der Pfeifgänse ist relativ klein und gedrungen, worüber die sehr aufrechte Haltung leicht hinwegtäuschen kann. Charakteristisch sind der lange Hals, der beim Fliegen weit nach vorne ausgestreckt wird und die ebenfalls recht langen Beine, die im Flug nach hinten gestellt werden. Die Flügel sind breit, aber kurz und von unten schwarz gefärbt; auch sonst ist das Gefieder wenig auffällig gemustert und meist in Braun-, Grau- oder Beigetönen gehalten, allerdings sind die Flankenfedern oft schmuckhaft vergrößert. Vermutlich weil sich einige Arten gerne auf Bäumen aufhalten, ist die nach hinten weisende Zehe im Vergleich zu anderen Entenvögeln verlängert.
Männchen und Weibchen gleichen sich äußerlich, allerdings ist das Weibchen meist etwas größer. Die Jungtiere zeichnen sich durch eine unterhalb der Augen rund um den Kopf verlaufende weiße bis blassgelbe Linie im Gefieder aus, während ihr Kopf schwarz gefärbt ist.
Pfeifgänse ernähren sich von pflanzlicher Nahrung, meist Wasserpflanzen, aber auch Gräsern und Samen. Viele Arten sind nachtaktiv und ruhen tagsüber oder putzen ihr Gefieder. Einige, aber nicht alle sitzen dabei gerne auf Bäumen, was ihnen ihren lateinischen Namen Dendrocygninae eingetragen hat, der sich mit "Baumschwäne" übersetzen lässt.
Außerhalb der Brutzeit leben sie zumeist gesellig in großen Schwärmen, in welchen sie auch täglich zwischen Ruhegebieten und Nahrungsplätzen hin- und herpendeln. Sie kommunizieren dabei durch die charakteristischen Pfeiflaute, die während des Fliegens durch Schwingungen ihrer äußeren Primärfedern erzeugt werden und beim Weibchen etwas tiefer klingen.
Sowohl zu Land als auch zu Wasser bewegen sich Pfeifgänse geschickt und schnell fort. Gelegentlich und im Falle der Weißrückengans sogar sehr oft tauchen sie auch nach Nahrung. Der Flug ist kraftvoll, aber recht langsam.
Pfeifgänse leben weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten. Die Verbreitungsräume der einzelnen Arten sind meist recht klein und überlappen sich gegenseitig nicht; eine Ausnahme bildet lediglich die Gelbbrustpfeifgans, die sowohl in Amerika und Südasien als auch in Ostafrika und Madagaskar zu finden ist. Sie bevorzugen wärmere Tieflandgebiete, in denen sie sich das ganze Jahr über aufhalten können, außerhalb der Tropen wird aber auch von Zugverhalten berichtet.
Pfeifgänse verpaaren sich lebenslang, allerdings wird auch von Dreiergemeinschaften (zwei Männchen und ein Weibchen oder umgekehrt) berichtet. Die Bindung zwischen den Partnern gilt als sehr eng und wird durch gegenseitige Gefiederpflege regelmäßig bestärkt.
Nach erfolgter Kopulation vollführen die Paare ein spezielles Ritual, bei dem die dem Partner zugewandten Flügelseiten periodisch angehoben werden.
Die Nester werden in hohem Schilf, Gras oder tarnendem Buschwerk am Boden, seltener auch auf Bäumen angelegt und manchmal mit Daunenfedern ausgekleidet. Letzteres geschieht seltener, wenn das Männchen mitbrütet, was sehr oft der Fall ist.
Das Weibchen legt zwischen zehn und fünfzehn weißliche Eier; legen mehrere Weibchen in das selbe Nest, ein oft anzutreffendes Verhalten, können es sogar bis zu hundert werden. Nach etwa vier bis viereinhalb Wochen schlüpfen die Jungen, die nach ungefähr neun Wochen flugfähig sind.
Fast immer kümmern sich beide Partner um die gemeinsame Brut, die durch Zischlaute, lautes Pfeifen und auch aktiven Angriff aggressiv verteidigt wird.
Keine der Arten gilt derzeit in ihrer Gesamtheit als gefährdet, dies trifft allerdings nicht auf Unterarten oder lokale Populationen zu. Nachzuchten in Gefangenschaft sind meist unproblematisch.
Man unterscheidet bei den Pfeifgänsen neun Arten in zwei Gattungen:
Aussehen
Ernährung und Lebensweise
Verbreitung
Fortpflanzung
Gefährdung
Systematik
Die genauen Verwandtschaftsverhältnisse der Arten lassen sich dem folgenden Diagramm entnehmen:Pfeifgänse (Dendrocygninae)
|--Weißrücken-Pfeifgans (Thalassornis leuconotus) (Thalassornithini)
|--Pfeifgänse im engeren Sinne (Dendrocygnini)
|--N.N.
| |--Witwenpfeifgans (D. viduata)
| |--Herbstpfeifgans (D. autumnalis)
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|--N.N.
|--N.N.
| |--Tüpfelpfeifgans (D. guttata)
| |--Kubapfeifgans (D. arborea)
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|--N.N.
|--Gelbbrustpfeifgans (D. bicolor)
|--Sichelpfeifgans (D. eytoni)
|--N.N.
|--Wanderpfeifgans (D. arcuata)
|--Zwergpfeifgans (D. javanica)