Pioneer

Unter dem Namen Pioneer (dt.: Pionier) werden insgesamt 19 verschiedene Raumsonden der NASA zusammengefasst, die zwischen 1958 und 1978 zur Erforschung des Mondes, der Sonne, des Jupiters, des Saturns und der Venus gestartet wurden.

Table of contents
1 Mission
2 Verlauf
3 Weitere Sonden zum Mond

Mission

Die "Pioneer"-Mission standen allesamt unter dem Motto der Grundlagenforschung. Wissenschaft stand zunächst an zweiter Stelle, wichtiger war die Erprobung der Technik. Denn im Jahre 1958 befand sich die Raumfahrt in den Kinderschuhen. "Pioneer" 0-4 und A-D hatten den Mond zum Ziel, "Pioneer 5" war ein interplanetarer Testflug, "Pioneer" 6-9 und E dienten zur Erforschung der Sonne, "Pioneer" 10-11 zum Vorstoß ins äußere Sonnensystem (zu den Riesenplanten Jupiter und Saturn), "Pioneer-Venus" 1-2 flogen zur Venus. Für die letzten vier Sonden des "Pioneer"-Programmes gibt es eigene Artikel:

Verlauf

Den Anfang machte die US-Luftwaffe: Drei 38 kg schwere Sonden hatte sie konstruiert. Ziel war zunächst ein Vorbeiflug am Mond. Alle Sonden waren bereits mit optischen Systemen ausgerüstet.

Danach war das US-Heer an der Reihe. Zu den beteiligten Wissenschaftlern zählte auch Wernher von Braun. Die beiden Sonden, die unter seiner Aufsicht konstruiert worden waren, hatten ein Gewicht von nur 6 kg und trugen nur ein wissenschaftliches Experiment: Einen Strahlendetektor. Um mit der Sowjetunion gleichzuziehen, bereitete die neue Weltraumbehörde NASA 1959 den Start von vier Mondorbitern vor, allesamt rd. 170 kg schwer. Diese Vierergruppe war ein einziger Fehlschlag und wurden in der Öffentlichkeit geheim gehalten. Daher auch die widersprüchlichen Bezeichnungen. Im Jahr 1960 testete die NASA auch einen Prototypen für eine interplanetare Raumsonde. Obwohl hierfür nur ein einziges - 43kg schweres - Exemplar zur Verfügung stand, klappte alles: Danach trat ihm Rahmen der Ranger Mondsonden und des Mariner Programmes (Venus und Mars) eine Pause bei den "Pioneers" ein. Erst im Jahre 1965 wurden neue Sonden gebaut. Dabei wurde der interplanetare Raum zum Ziel, in welchem ein Sonden-Netzwerk zur Sonnenerkundung aufgebaut werden sollte. Die anderen Sonden arbeiteten aber zufrieden stellend. Die Experimente umfassten Messungen von Staubpartikeln, verschiedenen Strahlen und Magnetfeldern. Die Sonde "Pioneer 7" wurde 1986 auch zur Beobachtung des Halleyschen Kometen aus 12 Mill. km Entfernung eingesetzt.

Als erste verlor die NASA am 18. Mai 1983 den Kontakt zu "Pioneer 9". Die anderen drei Sonden arbeiteten bis Mitte der 90er Jahre. Der Kontakt zu "Pioneer 7" brach am 31. März 1995 ab, zu "Pioneer 8" am 22. August 1996. Auch zu "Pioneer 6" war nach 1995 die Kommunikation teilweise unterbrochen. Ein letzter Kontakt zu "Pioneer 6" wurde am 8. Dezember 2000 etabliert - 35 Jahre nach dem Start. Dies stellt einen absoluten Rekord in punkto Lebensdauer dar.

Weitere Sonden zum Mond

Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen





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