Plume

Die Herkunft des Namens Plume für eine vulkanische Erscheinung ist nicht eindeutig geklärt. Nach der englischen Version, wobei 'plume' gleichbedeutend mit 'Rauchsäule' ist, könnte die typische Form dieser magmatischen Intrusion beschrieben sein. Geht man vom französischen 'plume' - übersetzt mit 'Feder' - aus, könnte das Auftriebsverhalten des leichteren Magmas im zähplastischen Erdmantel gemeint sein. Durch beide Varianten werden schon wesentliche Eigenschaften der Plumes beschrieben.

Table of contents
1 Was sind Plumes?
2 Superplumes
3 Superplumes in der Erdgeschichte
4 Superplumes in der Kreidezeit
5 Weblinks

Was sind Plumes?

Es handelt sich bei Plumes um aufsteigende Ströme aus besonders heißem Magma, die sich in Form einer schmalen Säule zur Erdoberfläche bewegen. Sie bilden sich in knapp 3000 Kilometern Tiefe an der Grenzschicht zwischen dem äußeren Erdkern und dem Erdmantel. Nachdem sie den zähplastischen Erdmantel durchquert haben, verbreitern sie sich pilzförmig unter der Lithosphäre, ehe sie an den Schwächezonen der Erdkruste durchbrechen und damit Verursacher von Hot Spot-Vulkanismus werden.

'Normale' Plumes zeichnen sich durch relativ eng begrenzte vulkanische Erscheinungen aus wie z.B. der Plume unter der Vulkaneifel oder unter der Inselkette von Hawaii.

Superplumes

Von Superplumes spricht man, wenn die entsprechenden vulkanischen Erscheinungen nicht nur relativ begrenzt sind, sondern Quadratkilometer große Regionen betreffen. In Folge des Superplume-Vulkanismus wurden ganze Landstriche mit mehr als zwei Kilometer dicken Basaltschichten bedeckt. Beispiele dafür sind z.B: die Paraná-Basalte in Brasilien, die Dekkan-Trapps im Westen Indiens oder der Sibirische Trapp im Norden Russlands.

Superplumes in der Erdgeschichte

Diese kontinentalen Ausbrüche waren jedoch nur Einzelfälle. Viel häufiger fanden die Auswirkungen der Superplumes an den Ozeanböden statt. Darüber hinaus sind die ozeanischen Basaltplateaus wesentlich größer als die kontinentalen. So besteht das größte ozeanische Plateau (im West-Pazifik) vermutlich aus der 25-fachen Basaltmasse im Vergleich zur größten kontinentalen Decke.

Superplumes in der Kreidezeit

Aller Wahrscheinlichkeit nach haben sich in der Kreidezeit, die vor etwa 135 Millionen Jahren begann und vor ca. 65 Millionen Jahren endete, gewaltige Superplume-Aktivitäten abgespielt. Offenbar war der Westpazifik am stärksten betroffen, wie Untersuchungen des hier besonders zerfurchten Ozeanbodens zeigen. Die heiße Gesteinsschmelze muss ein mehrere tausend Kilometer großes Areal überflutet haben, das ist ein zehnfaches der Flächen, die heute von Plume-Aktivitäten geformt werden.

Die Superplume-Aktivität vor rund 120 Millionen Jahren konnte nicht ohne weitreichende Folgen bleiben:

Weblinks

http://home.t-online.de/home/dr.peter.schmidt/dissi.htm

http://www.uni-geophys.gwdg.de/~mab/erde.html



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