|
|
Die Berufsbezeichnung ist relativ jung, da sich der Fachbereich in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg etablieren konnte. Politikwissenschaftler reklamieren deshalb auch öfters politische Philosophen, Policey- und Kameralwissenschaftler, Nationalökonomen und einige Soziologen als Mitglieder ihrer Zunft. Anders als oft vermutet, soll die Politikwissenschaft keine Ausbildung zum Politiker sein, sondern eine zum Wissenschaftler. Außerhalb des engen Berufsfeldes der Wissenschaft finden sich dennoch viele Politikwissenschaftler in der praktischen Politik, im Journalismus oder in der Unternehmensberatung.
Ein Studium der Politikwissenschaft lässt sich in Deutschland mit verschiedenen Abschlüssen beenden. Sowohl das Diplom als auch ein Abschluss als Magister Artium sind möglich. Das Staatsexamen befähigt zur Ausübung des Lehramtes: das korrespondierende Fach heißt von Bundesland zu Bundesland verschieden; beispielsweise Sozialkunde, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft und Politik etc. In den kommenden Jahren sollen auch hier die Abschlüsse auf Master- und Bachelor-Abschlüsse hin ungestellt werden.
Es ist möglich an fast jeder größeren deutschen Universität Politikwissenschaft zu studieren. Bekannte Institute finden sich an der Freien Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut (OSI)), Universität Konstanz, Universität Marburg, Universität Heidelberg und der Universität Hamburg.
Wichtigster Berufsverband ist die Deutsche Politikwissenschaftliche Vereinigung (DPWV).
Bekannte Politikwissenschaftler: