Pommern (Volk)

Die Pommern sind ein neudeutscher Volksstamm, der in Pommern lebte und von den slawischen Pomoranen (slawisch po more = am Meer) abstammt. Nachweisbar sind sie etwa ab dem 9. Jahrhundert, als sie nach den Goten die Landschaft an der südlichen Küste der Ostsee besetzten. Im Zuge der frühen Ostsiedlung vermischten sich die slawischen Einwohner mit niederdeutschen Einwanderern, was dazu führte, dass die Pommern ab dem Mittelalter ein von slawischen Begriffen durchsetztes Plattdeutsch sprachen. Nach dem 2. Weltkrieg sind viele Pommern, die aus ihrer Heimat geflohen sind oder vertrieben wurden, in Schleswig-Holstein und Niedersachsen angesiedelt worden.

Die Kaschuben, die im Nordosten von Pommern und in Westpreußen (Pommerellen) leben, sind Nachfahren der slawischen Pomoranen, die ihre polnisch beeinflusste Sprache und Kultur erhalten haben. In Pomerellen und Hinterpommern haben sich nach 1945 viele vertriebene Polen aus dem Gebiet um die Städte Vilnius und Hrodna und aus Zentralpolen angesiedelt, deren Nachkommen sich inzwischen oft ebenfalls als Pommern sehen. Sie sprechen eine Variante des großpolnischen Dialektes der polnischen Sprache.



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