Port Arthur

Port Arthur ist eine chinesische Hafenstadt am gelben Meer gelegen und heute ein Ortsteil der 4,2 Millionen Einwohner zählenden Stadt Lü da.

Vor Port Arthur fielen in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1904 die ersten Schüsse des Russisch-Japanischen Krieges als japanische Kriegsschiffe ihre Torpedos auf russische Kriegsschiffe abfeuerten, die vor der damals von Russland beanspruchten Hafenstadt vor Anker lagen. Bei dieser Aktion wurde fast die gesamte fernöstliche Kriegsflotte Russlands zerstört.

Im Laufe des Krieges kam es zu einer Belagerung der Festung von Port Arthur, die sich monatelang hinzog. Bei der Belagerung wurden von japanischer Seite aus erstmals Haubitzen zum Kaliber 28cm eingesetzt, die die Festungsanlagen sturmreif schossen. Die Beschießung mit den bis dahin schwersten Geschützen dauerte vom 4. Oktober 1904 bis zum 2. Januar 1905. Diese verhältnismäßig lange Zeitdauer gab den damaligen Festungsbauern die Gewißheit, dass ihre Bauwerke so lange standhalten würden, bis das an anderer Stelle eine militärische Entscheidung erreicht würde. Dieser Ansatz erwies sich im ersten Weltkrieg als völlig falsch, als die belgischen Forts der Stadt Lüttich mit den Geschützen vom Typ Dicke Berta innerhalb weniger Tage zur Übergabe gezwungen wurden.

Weblink "Zeitläufte" zum Russisch-Japanischen Krieg





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