Pour le Mérite

Der Orden Pour le Mérite (dt. "für Verdienst") wurde 1740 von Friedrich dem Großen gestiftet. Der König mochte an seinem Hof lieber die französische Sprache und Hofgepflogenheiten, weshalb der Orden auch keinen deutschen Namen trägt. Der Pour le Mérite wurde an Adel und Offiziere verliehen, die sich durch ausgezeichnete Leistungen und Mut in Kriegszeiten verdient gemacht hatten. Er war somit die höchste militärische Auszeichnung Preußens.

Zuerst existierte nur die Ritterklasse des Ordens, die an einem Band um den Hals getragen wurde. Um eine gesteigerte zweite Form zu schaffen, führte Friedrich Wilhelm III ein zusätzlich anzubringendes Eichenlaub ein, was jedoch nicht eine nachfolgende Vergabe derselben Auszeichnung bedeutete. Nach dem preußischen Sieg über Österreich, wurde durch Wilhelm I im Jahre 1866 eine Großkreuzstufe mit Bruststern eingeführt. Nach dem Zerfall des Deutschen Kaiserreichs zum Ende des ersten Weltkriegs wurde auch der Orden nicht mehr benutzt. Insgesamt hat man den Pour le Mérite 5.430 mal verliehen. Der letzte lebende Träger der Kriegsklasse des "Pour le Mérite" war der Schriftsteller Ernst Jünger.

Zudem gibt es noch eine bis heute existierende Friedensklasse, welche 1842 durch Friedrich Wilhelm IV eingeführt wurde. Sie hatte nach dem ersten Weltkrieg keinen staatlichen Charakter, und wird heute durch eine zivile Gemeinschaft verliehen.

Weblinks

http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/innenpolitik/merite/



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