PPPoE

PPPoE mit TCP/IP-Protokollstapel

   
   

   
   
   
Anwendung FTP SMTP HTTP DNS ...
Transport TCP UDP
Netzwerk IP
Netzzugang PPP(oE)
Ethernet

PPPoE steht für "PPP over Ethernet", also die Nutzung des Netzwerkprotokolls PPP über eine Ethernet-Verbindung. PPPoE wird heute für die Benutzung eines ADSL-Anschlusses in Deutschland benötigt.

Österreich z.B. verwendet für ADSL-Zugänge das Point to point tunneling protocol (PPTP).

Motivation für die Entwicklung von PPPoE ist, die Möglichkeiten von PPP wie Authentifizierung, Netzwerkkonfiguration (IP-Adresse, Gateway) usw. auf dem schnelleren Ethernet zur Verfügung zu stellen. Modems werden üblicherweise über eine serielle Schnittstelle mit dem Rechner verbunden, die Datenraten von maximal 192kBit/s erlaubt. Die Einwahl über PPP gestattet hier aber eine automatische Netzwerkkonfiguration und bei Bedarf auch eine Zugangskontrolle über einen Benutzernamen und Passwort.

Für ADSL (786kBit/s für Download) ist eine serielle Verbindung zu langsam, ein ADSL-Modem benötigt also eine schnellere Verbindung. Ethernetkabel erlauben mindestens 10MBit/s, der normale TCP/IP-Protokollstapel bietet hinsichtlich Zugangskontrolle und Netzwerkkonfiguration jedoch wenig Möglichkeiten. PPPoE ergänzt diese Fähigkeiten. Auf dem Rechner muss dann ein spezieller Treiber für dieses Protokoll installiert sein.

Ein Problem bei der Verwendung von PPPoE ist die verringerte maximale Paketgrösse (Maximum Transfer Unit MTU), die bei Ethernet 1500 Bytes beträgt, bei PPPoE wegen einem zusätzlichen Header jedoch nur 1492. Falls TCP/IP die Größe beim Senden nicht ermitteln kann, werden trotzdem 1500 Bytes große Datenpakete erzeugt. Dies ist normalerweise kein Problem, da das Internet-Protokoll das Paket fragmentieren kann. Fragmentierung wird wegen des erforderlichen Aufwandes jedoch zunehmend im Internet abgeschaltet, so dass ohne besondere Maßnahmen manche Webadressen nicht erreichbar sind.

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