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Die geschichtlich bedeutendste Rolle Preußens bestand während des sogenannten zweiten Reichs, dessen Gründung auf dem herausragenden Wirken des preußischen Ministerpräsidenten und späteren Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck beruhte.
Preußen als politische Einheit endete nach dem 2. Weltkrieg; die Gebiete wurden großenteils durch militärische Übernahme Polen und der Sowjetunion angegliedert. Der nördliche Teil Ostpreußens kam unter sowjetischer Verwaltung, der südliche Teil und die preußischen Besitzungen bis zur Oder-Neiße-Linie unter polnische. Die dort lebende deutsche Bevölkerung wurde vertrieben.
Die Landesfarben Preußens sind schwarz-weiß, hergeleitet vom schwarzen Reichsadler des Deutschen Ordens auf weißem Mantel.
Der Begriff Preußen findet seinen Ursprung im Volksstamm der Prussen, die in der Geschichtsschreibung auch als Pruzzen oder Prußen bezeichnet werden. Sie lebten an der Ostsee zwischen Weichsel und Memel, aber auch darüber hinaus.
Mit der Lautverschiebung der deutschen Sprache von "u" zu "eu" (z.B. Ul zu Eule, Hus zu Haus) wurden die Prussen und das Land Prussia dann zu Preußen.
Der Wahlspruch Preußens war Suum cuique (lat. Jedem das Seine).
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3 Bildende Künstler in Preußen 4 Weblinks 5 Literatur |
Archäologische Funde bezeugen Balten südlich der Ostsee seit 2000 v. Chr. 98 n. Chr. berichtete Tacitus in seiner Germania über die Aesti gentes. Hiermit kann er sich auf die später als Aesti-Prussi bekannten prussischen Baltenstämme beziehen, die zwischen Weichsel und Memel lebten. Allerdings hatte Tacitus diese Gebiete selber nie besucht, und fasste auch alle an der Ostsee (Mare Suebicum) lebenden Stämme (u.a. Lombarden), Burgunder, Semnonen, Wandalen, Lugier, Silinger, Goten) als Suebi zusammen, so dass man wenige Einzelheiten zur frühen Geschichte findet. Erst mit der Zeit der Christianisierung und des damit verbundenen Kirchenbaues fing man an, schriftliche Dokumente zu führen.
550 n. Chr. berichtete Jordanes, der gotische Geschichtsschreiber, dass die Aesti-Prussen zum Gotischen Reich gehörten.
Etwa um 850 n. Chr. benannte ein bajuwarischer Geograf die Brus.
Wulfstan von Haithabu (Schleswig) berichtete dem Angelsächsischen
König Alfred über die Aesti-Prussen.
Die ostbaltischen Litauer wurden im 11. Jahrhundert erstmalig beschrieben,
während die Prussen Westbalten waren.
Als im Verlauf der Völkerwanderung viele germanische Völker Mittel- und Osteuropas vor den Hunnen, später Awaren, Magyaren nach Westen zogen, wurde das meist leergewordene Gebiet von Slawen besiedelt, von denen die Wenden und Sorben die Gegend von Brandenburg Mitte des 6. Jahrhunderts erreichten. Die wenigen verbliebenen germanischen und die neu dazugezogenen Slawen wohnten dann gemeinsam. Ebenfalls sind Rückzüge von Wandalen beschrieben.
Nach den erfolgreichen Feldzügen im Jahre 808 gegen die Sachsen gab Karl der Große den mit ihm verbündeten Slawenstämmen (Abodriten, Obodriten, Wenden) das sächsische Land zwischen Elbe und Ostsee.
Mieszko I, ein polnischer Fürst aus dem Hause der Piasten, gab Markgraf Gero und Kaiser Otto I im zehnten Jahrhundert den Lehnseid
und erhielt vom Kaiser und dessen Nachfolger Otto II und Otto III Landlehen. Sein Sohn Boleslaw I. gewann zeitweise Gebiete an der Oder.
Die Piasten versuchten nach dem Tode der Kaiser, das kaiserliche Lehen für sich zu behalten und weiteres Land zu erobern. 997 n. Chr. kam Vojtech Adalbert von Prag mit Soldaten des Boleslaw I. Chrobry nach Preußen um die Preußen
zu unterwerfen. Sie drangen in der Gegend um Danzig bis zur Ostsee vor. Die
Preußen konnten sich jedoch wehren. Und Adalbert wurde St. Adalbert, berichtet in der Vita Sankt Adalbert.
Auch Konrad von Masowien versuchte, das Land der Preußen zu erobern.
Obwohl er einen kleinen Teil des Kulmerlandes erobern konnte, gelang es den Prussen, ihr Land wiederzugewinnen. Daher rief Konrad von Masowien den Deutschen Orden zu Hilfe, um ihn gegen die wilden heidnischen Prussen zu "schützen".
Ab 1226 begann der Deutsche Orden unter Hochmeister Hermann von Salza die Christianiserung Preußens, das durch die Goldenen Bulle von Rimini (1228) von Kaiser Friedrich II und eine päpstliche Bulle von 1234 unter die Herrschaft des Deutschen Ordens gestellt wurde. 1245 teilte der päpstliche Legat Wilhelm von Modena das Preußenland in vier Bistümereinein: Ermland, Kulmerland, Pomesanien und Samland. Es dauerte jedoch bis 1283 ehe die heidnischen Preußen besiegt waren. Der Orden gewann 1309 auch die Pommerellen mit Danzig und konnte das Land gegen die heidnischen Litauer verteidigen.
Der erste Bischof Preußens war der Mönch Christian aus dem Kloster
Oliva bei Danzig, (seit Anfang des 20. Jh. "Danzig-Oliva"). Sitz des Ordens war die Marienburg.
Nach der Niederlage 1410 bei Tannenberg und dem Krieg von 1454 bis 1466 verlor der Deutsche Orden Westpreußen und Ermland und mußte die polnische Lehnshoheit Ostpreußens anerkennen.
Die damaligen Habsburger als katholischer Kaiser des HRR standen weiterhin über dem Hochmeister des Deutschen Ordens. Kaiser Maximilian II wurde auch zum König des Litauisch-Polnischen Reiches gewählt; er starb aber vor Amtsantritt. Sein Sohn Matthias folgte ihm als Kaiser des HRR. Der andere Sohn Maximilian III. wurde Hochmeister des Deutschen Ordens, Administrator Preussens und erwählter König Polens.
Altpreußen bestand aus den Gauen
Am 8. April 1525 wurde der Ordensstaat durch den damaligen Hochmeister Albrecht von Brandenburg in ein erbliches Herzogtum unter polnischer Lehnshoheit (Sigismund I) umgewandelt. Das vorher katholisch regierte Preußen wurde nun unter dem Hohenzollern Albrecht von Brandenburg-Preußen evangelisch. Nach dem Tode Herzog Albrechts und dessen Sohn Albrecht Friedrich wurden ihre Nachfolger als Brandenburger Markgrafen und Kurfürsten gleichzeitig Herzog von Preußen und mit dem Land Preußen belehnt (Dux Prvssia, or Borussorum).
Der Hohenzoller Burggraf Friedrich von Nürnberg erhielt Brandenburg 1415 durch Kaiser Sigismund. Bereits 1356 war aus der Mark Brandenburg das Kurfürstentum Brandenburg geworden. So wurden die Hohenzollern Kurfürsten von Brandenburg und Herzöge von Preußen.
1614 erwarb Kurfürst Johann Sigismund die Gebiete Kleve, Mark und Ravensberg.
1618 fiel das Herzogtum Preußen (ohne Ermland) endgültig an die brandenburgische Linie der Hohenzollern.
Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm (1640 bis 1688 erwarb 1648 Hinterpommern, Minden und Halberstadt. Er setzte in Brandenburg den Absolutismus durch und beseitigte 1657 die poln. Lehnshoheit (Frieden von Oliva von 1660). Unter ihm wurde Brandenburg-Preußen auch das nach Österreich zweitmächtigste Land im Reich. Das Herzogtum Magdeburg fiel 1680 an die Hohenzollern.
Die Rivalität und Geltungssucht der deutschen Fürsten im Reich trieb diese nicht nur zum Erwerb von Ländereien sondern auch zu Anhäufungen von Titeln. Der Brandenburgische Kurfürst wollte einem böhmischen oder österreichischen König nicht nachstehen. So krönte sich in Königsberg am 18. Januar 1701 Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg selbst zum König Friedrich I. in (!) Preußen. Dies war möglich, weil Preußen zu diesen Zeitpunkt nicht Teil des HRR war.
Das Herzogtum Preußen wurde damit mit dem Kurfürstentum Brandenburg zum Königreich Preußen vereinigt. Die Könige fassten ihre vielen verschiedenen Gebiete unter einem Namen zusammen: Preußen.
Friedrich Wilhelm I (1713-1740) siedelte über 20.000 Salzburger protestantische Glaubensflüchtlinge in dem von Pest, Krieg und Hungersnot entvölkerten Ostpreußen und weitere in anderen Landschaften an. Er schuf das preußische Heer und das Beamtentum und erwarb Vorpommern bis zur Peene von den Schweden (1720).
Am 31. Mai 1740 tritt Friedrich II ("Friedrich der Große") an, unter dem Preußen den Aufstieg zur europäischen Großmacht beginnt. Zu Beginn seiner Regierungszeit wird Schlesien erobert. Im Siebenjährigen Krieg kann sich Preußen unter Friedrich II. behaupten. Österreich verliert Schlesien endgültig an Preußen. 1744 wird Ostfriesland preußisch. Auch gewährt er völlige Glaubensfreiheit ("Jedem das seine"), schuf das Allgemeine preußische Landrecht und förderte die Besiedlung Preußens. Bei der ersten polnischen Teilung 1772 erwirbt Friedrich II. Westpreußen, den Netzedistrikt und Ermland. 1786 endet seine Herrschaft.
Die preußische Politik wendete sich danach zunehmend nach Westen.
Die Politik Friedrichs II. gegenüber Polen wird von Friedrich Wilhelm II (1786 - 1797) fortgesetzt. Bei den weiteren Teilungen Polens 1793 und 1795 erhält Preußen weitere Gebiete, sogar Warschau wird preußisch.
Mit dem Zusammenbruch Preußens im Krieg gegen das von Napoleon I angeführte Frankreich verlor es ungefähr die Hälfte des Staatsgebietes (Tilsiter Friede von 1807). Während der napoleonischen Kriege floh das Königshaus vorübergehend nach Memel.
Unter Friedrich Wilhelm III (1797 - 1840) reformierten Stein, Scharnhorst und Hardenberg Preußen: Aufhebung der Leibeigenschaft der Bauern, Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, Einführung der Selbstverwaltung der Städte.
Ende 1812 erklärte sich das preußische Hilfskorps für neutral. 1813 war Preußen soweit, sich gegen die napoleonische Herrschaft zu erheben (Freiheitskriege) und schloß ein Bündnis mit Russland. Preußische Truppen unter Blücher waren bei der Schlacht von Waterloo 1814 gegen Napoleon I. mitentscheidend.
Nach dem Wiener Kongreß 1815 erhielt Preußen beinahe sein altes Staatsgebiet zurück, zudem den Rest Vorpommerns, Westfalen, den nördlichen Teil des Kgr. Sachsens und die Rheinprovinz. Man behielt zwar die Provinz Posen, verlor jedoch Gebiete der 2. und 3. polnischen Teilung (Kongresspolen).
Zwischen 1828 und 1834 wurde Preußen Mitglied des Deutschen Zollvereins und des Deutschen Bundes, eines losen Verbandes der deutschen Staaten zwischen 1815 und 1866.
Unter Friedrich Wilhelm IV (1840 - 1861) gewann der bürgerliche Liberalismus an Einfluss. Erste Ansätze zur Demokratisierung finden sich nach der Märzrevolution von 1848. 1849 lehnt der König jedoch die durch deutsche Abgeordnete angebotene Kaiserkrone ab. 1850 erhielt Preußen eine konservative Verfassung.
Im Zuge der Industrialisierung werden eine Anzahl von Wasserwegen und
Kanälen gebaut, welche quer durch Deutschland den Westen mit dem
Osten verbinden. Im Oberland West- und Ostpreußens entsteht durch Baurat
Steenke ein Oberländischer Kanal, welcher ebenfalls die Ostsee und
Elbing von Norden mit Masuren im Süden verbindet.
In den 1860er Jahren wurde mit der wichtigsten Infrastrukturmaßnahme in
Preußen begonnen, nämlich mit dem Bau der Ostbahn,
die das Land von Berlin über Thorn und Königsberg bis
an die Ostgrenze erschloss. Die Ostbahn war bis zum 2. Weltkrieg die
Hauptverkehrsachse Preußens.
Wilhelm I. - seit 1858 Prinzregent - wird 1861 preußischer König und strebt mit Kriegsminister Roon eine Heeresreform an. Es kommt zur Auseinandersetzung mit dem mehrheitlich liberalen Abgeordnetenhaus. Mit der Ernennung Fürst Otto von Bismarck 1862 zum Ministerpräsidenten und dessen Einsatz fällt dieser Streit zugunsten der Monarchie aus.
Außenpolitisch führt Bismarck Preußen in drei Kriege, die dem preußischen König die deutsche Kaiserkrone bringen sollten:
deutsch-dänischer Krieg 1864:
Dänische Ansprüche auf Schleswig-Holstein, die die Unteilbarkeit der beiden Länder berührten, hatten bereits 1848 - 1850 zum Krieg mit den Schleswig-Holsteinern geführt. 1864 griff Preußen in den Konflikt mit österr. Unterstützung ein. Als Folge wurden die Herzogtümer Schleswig und Holstein von Preußen und Österreich gemeinsam verwaltet.
deutscher Krieg 1866:
Anlaß war, daß die Sieger des deutsch-dänischen Krieges uneins über die Verwaltung Schleswig-Holsteins waren. Ursache war jedoch das Ringen um die Vorherrschaft in Deutschland. Auf der Seite Österreichs standen die mitteldt. Staaten standen, auf Seiten Preußens neben den norddt. Staaten auch Italien.
Nachdem preußische Truppen unter Moltke den entscheidenen Sieg am 03. Juli 1866 bei Königgrätz errangen, verlor Österreich die militärische und politische Vormachtstellung in Deutschland. Der Friede von Prag am 23. August 1866 brachte Preußen das Königreich Hannover, Hessen-Kassel, Nassau und Frankfurt und natürlich Schleswig-Holstein. An die Stelle des Deutschen Bundes trat 1867 nunmehr der Norddeutsche Bund.
deutsch-französischer Krieg 1870 - 1871
Nach der übereilten Kriegserklärung Frankreichs an Preußen gewann dieses mit der Unterstützung der deutschen Länder (ohne Österreich) den Krieg. Der rasche Sieg führte zur Ausrufung Wilhelm I. zum deutschen Kaiser in Versailles und zur Gründung eines (zweiten) Deutschen Reiches.
Preußen war flächenmäßig und wirtschaftlich das bedeutendste Land im Kaiserreich.
Aufgrund der Erfolge des preußischen Heeres wuchs die Bedeutung des Militärs derart, daß Preußen oft mit einem "Heer mit Land" oder die preußische Armee mit einem "Staat im Staate" beschrieben wird.
Der preußische König war gleichzeitig deutscher Kaiser. Wilhelm I. folgten Friedrich III (1888) und Wilhelm II (1888-1918).
Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg, der Revolution von 1918 und der Abdankung des Königs wurde der Freistaat Preußen proklamiert, 1920 eine demokratische Verfassung verabschiedet.
Von 1919 bis 1932 regierten parlamentarische Regierungen der Weimarer Koalition (SPD, Zentrum und DDP), 1921 bis 1925 um die DVP erweitert.
1932 wurde durch einen Staatsstreich der Reichsregierung unter Franz von Papen in Berlin die Preußische Regierung unter Leitung des Ministerpräsidenten und Sozialdemokraten Otto Braun (SPD) militärisch übernommen. Dieser Staatsstreich ist auch als Preußenschlag bekannt.
1947 wurde Preußen auf Beschluss des Alliierten Kontrollrats aufgelöst und auf Nachfolgeländer und Nachbarstaaten aufgeteilt, weil man es für den Keim des deutschen Militarismus hielt.
Im Laufe seiner Geschichte haben sich die Grenzen des Staates Preußen
mehrfach verändert. 1701 krönte sich Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg
zum König (Friedrich I.) in Preußen. Der Titel galt jedoch zunächst nur
für das Herzogtum Preußen (dem späteren Ostpreußen). Mit Friedrich II. nannten
sich dann jedoch alle Herrscher in Brandenburg-Preußen "König von Preußen",
so dass ab jenem Zeitpunkt von einem Staat mit dem Namen "Preußen" gesprochen
werden kann. Anfang des 18. Jahrhunderts bestand das Königreich Preußen aus
den Landesteilen Brandenburg, Pommern, Preußen, Geldern, Kleve, Moers, Krefeld,
Tecklenburg, Lingen, Minden, Mark, Ravensberg, Lippstadt, Magdeburg, Halberstadt,
Neuenburg und Valangin.
1713 wurden die Landesteile in Provinzen zusammen gefasst bzw. unterteilt. Es bestanden forthin die Provinzen Mittel-, Ucker- und Altmark, Neumark-Pommern-Kassuben, Preußen, Geldern-Kleve, Minden-Mark-Ravensberg,
Magdeburg-Halberstadt, Neuenburg (Land) und Valangin (Land).
1740 wurden die Provinzen in Kriegs- und Domänekammern überführt bzw. neu gegliedert, die sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrmals veränderten, als weitere Gebiet zu Preußen kamen.
Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Staat Preußen in 10 Provinzen eingeteilt (in Klammer die Hauptstadt), die mit Ausnahme von Ostpreußen, Westpreußen und Posen dem Deutschen Bund beitraten:
Nach dem 1. Weltkrieg verlor Preußen einige seiner
Gebiete und wurde Freistaat. Die Provinz Posen wurde nahezu ganz an Polen
abgetreten. Die Provinz Westpreußen kam überwiegend an Polen und an die Freie
Stadt Danzig. Nur der östliche Teil Westpreußens blieb bei Preußen und
wurde der Provinz Ostpreußen angegliedert. Die ebenfalls bei Preußen verbleibenden restlichen Gebiete von Posen und Westpreußen wurden 1922 zu einer neuen (zweigeteilten) Provinz vereinigt, die den Namen "Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen" erhielt.
Inzwischen waren 1919 die Provinz Schlesien in zwei Provinzen "Niederschlesien"
und "Oberschlesien" aufgeteilt worden und ein Jahr später 1920 schied Berlin
aus dem Provinzialverband Brandenburg aus und bildete eine eigene Provinz.
Somit bestand der Freistaat Preußen ab 1922 aus folgenden 13 Provinzen:
Die Auflösung Preußens hing mit dem verlorenen 2. Weltkrieg zusammen. Die Alliierten setzten das preußische Kernland mit dem Ursprung zweier Kriege gleich.
Geschichte
Der Ordensstaat
Herzogtum Preußen unter den Hohenzollern
Königreich Preußen

Freistaat Preußen
Verwaltungsgliederung Preußens
1822 wurden die Provinzen "Kleve-Berg" und "Großherzogtum Niederrhein" zur Rheinprovinz (Hauptstadt Koblenz) und 1829 wurden Ost- und Westpreußen zur "Provinz Preußen" (mit der Hauptstadt Königsberg) vereinigt. Damit verringerte sich die Zahl der Provinzen auf acht.
1849 verzichteten die Fürsten von Hechingen und Sigmaringen auf ihre Herrschaft und so gelangten diese beiden Fürstentümer zum Staat Preußen. Sie wurden zum Regierungsbezirk Sigmaringen zusammen gefasst, der später auch als "Hohenzollerische Lande" bezeichnet wurde.
1853 erwarb der Staat Preußen vom Staat Oldenburg einen Landstrich an der Jade, auf welchem ein Hafen angelegt wurde. (1869 erhielt dieses Gebiet zusammen mit der umliegenden Siedlung den Namen Wilhelmshaven und wurde der 1867 gebildeten
Provinz Hannover angegliedert).
1866 annektierte der Staat Preußen das Königreich Hannover, das Kurfürstentum Hessen, das Fürstentum Nassau, die Fürstentümer Schleswig und Holstein sowie die Freie Stadt Frankfurt am Main. Aus diesen Gebieten wurden drei Provinzen gebildet (somit bestand Preußen aus elf Provinzen):
1877 wurde die Provinz Preußen wieder in zwei Provinzen "Ostpreußen" und
"Westpreußen" aufgeteilt, so dass sich die Zahl der Provinzen auf 12 erhöhte.
sowie die so genannten
1938 wurden die beiden schlesischen Provinzen wieder vereinigt und die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen aufgelöst. Ihr Gebiet wurde auf die Nachbarprovinzen Pommern, Brandenburg und Schlesien aufgeteilt. Somit bestand Preußen bis zu seiner formellen Auflösung 1947 nur noch aus 11 Provinzen (bzw. 12 Provinzen, wenn man Schlesien ab 1941 wieder als zwei Provinzen betrachtet).Bildende Künstler in Preußen
Siehe auch: Liste der Könige von Preußen, preußische Karten, preußische Tugenden, prussisch, Deutschland, polnische Geschichte, Kaliningrader Oblast (Russland)Weblinks
Literatur