Quadratisches Reziprozitätsgesetz

Das Quadratische Reziprozitätsgesetz gibt, zusammen mit den beiden unten genannten Ergänzungssätzen ein Verfahren an, um das Legendre-Symbol zu berechnen und damit zu entscheiden, ob eine Zahl ein quadratischer Rest oder ein quadratischer Nichtrest ist.

Das Quadratische Reziprozitätsgesetz besagt, dass für zwei unterschiedliche Primzahlen p und q gilt:

1. Ergänzungssatz: Für eine ungerade Primzahl p gilt:

2. Ergänzungssatz: Für eine ungerade Primzahl p gilt:

Beispiele

eine Lösung besitzt. Dazu berechnet man
(das Legendre-Symbol ist multiplikativ im Zähler)
Der erste Faktor lässt sich mit Hilfe des zweiten Ergänzungssatzes zu -1 bestimmen. Um den zweiten Faktor zu berechnen, wendet man das Reziprozitätsgesetz an:
Hier wurde beim zweiten Gleichheitszeichen ausgenutzt, dass . Analog auch beim vorletzten Gleichheitszeichen.

Setzt man nun beide Faktoren zusammen, so ergibt sich,

und damit weiss man, dass die obige Gleichung eine Lösung besitzt. (Die beiden Lösungen lauten 6 und 7.)

eine Lösung besitzt. Dazu berechnet man wieder
und kann wie oben die beiden Faktoren mit dem Reziprozitätsgesetz weiter vereinfachen:
und

Setzt man alles zusammen, so ergibt sich
und damit die Erkenntnis, dass die obige Gleichung keine Lösung besitzt.




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