Radionuklid

Radionuklid oder radioaktives Nuklid, Bezeichnung für eine radioaktive Atomart.

Table of contents
1 Definitionen und Sprachgebrauch
2 Zerfallsereignisse
3 Natürliche Radionuklide
4 Künstliche Radionuklide
5 In der Medizin angewandte Radionuklide
6 Gefahrenklassen

Definitionen und Sprachgebrauch

Ein Atomkern ist durch die Kernladungszahl (Ordnungszahl) Z und die Massenzahl (Nukleonenzahl) A gekennzeichnet

Nukleonen = Protonen (Z) plus Neutronen (N): A = Z + N

Ein Atomkern X wird daher wie folgt gekennzeichnet:

A Z X, z.B.:
60 27 Co, vereinfacht
60Co oder Co-60 (d.h. die Kernladungszahl kann fortgelassen werden, da sie durch das Symbol gegeben ist).

Zerfallsereignisse

Beim spontanen Zerfall eines Radionuklids entsteht Alpha-, Beta- und/oder Gammastrahlung. Alle anderen Nuklide werden als stabil bezeichnet.

Man unterscheidet natürliche Radionuklide von künstlichen Radionukliden.

Natürliche Radionuklide

Natürliche Radionuklide kommen in der Biosphäre oder in der Erde vor. Sie sind entweder selbst langlebig oder Zerfallsprodulte langlebiger Nukleide; alternativ entstehen Radionuklide durch Wechselwirkung mit kosmischer Strahlung (vorwiegend in der Atmosphäre).

Beispiele

Künstliche Radionuklide

Unter künstlichen Radionukliden versteht man solche, die durch Kernreaktionen (Neutronenbestrahlung) oder im Kernreaktor entstehen.

Beispiele

In der Medizin angewandte Radionuklide

Gefahrenklassen

Die Strahlenschutzverordnung teil in Deutschland Radionuklide nach ihrem Gefährdungspotential in vier Klassen ein.



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