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Im Radiosity-Verfahren wird nun für jede Fläche eine Gleichung aufgestellt, die das emittierte Licht aus dem von den anderen Flächen empfangenen Licht und evtl. ihrer eigenen Leuchtkraft bestimmt. Insgesamt ergibt sich damit ein Gleichungssystem, dessen Lösung die Helligkeit jeder einzelnen Fläche angibt.
Ein Vorteil des Radiosity-Verfahrens ist, dass die Berechnung vom Standort und Blickwinkel des Betrachters unabhängig erfolgt. Die Radiosity-Berechnungen müssen so für eine Szene nur ein Mal berechnet werden. Danach kann die Szene in Echtzeit gerendert werden, was für Anwendungen wie virtuelle Architekturmodelle interessant ist.
Diffuse Lichtreflexionen sind im Radiosity-Verfahren enthalten. Die Helligkeit und Farbe einer Fläche wird nicht allein aufgrund der direkten Beleuchtung einer Lichtquelle, sondern auch durch diffus reflektiertes Licht anderer Flächen bestimmt. Ein Beispiel dafür ist ein Zimmer, das durch das einfallende Sonnenlicht nicht nur an den beschienenen Stellen, sondern auch insgesamt heller wird.
Hauptnachteil des Radiosity-Verfahrens ist, dass es nur diffuse Reflexion kennt. Spiegelnde Flächen lassen sich mit dieser Methode nicht berechnen.
Siehe auch: Raytracing
Vorteile
Nachteile