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Der Raketenantrieb ist ein Antriebssystem für Fortbewegungsmittel, das auf dem Rückstroßprinzip basiert: Unter hohem Druck stehende Gase, die durch eine Düse mit hoher Geschwindigkeit entweichen können, erzeugen eine Gegenkraft, die das Fortbewegungsmittel nach vorne beschleunigt. Im Gegensatz zu einem reinen Düsenantrieb besteht ein zusätzliches Kritierium für einen Raketenantrieb darin, dass sämtliche zur Produktions des austretenden Heißgasges benötigten Komponenten an Bord der Rakete mitgeführt werden, insbesondere also kein Luftsauerstoff zur Oxidation verwendet wird.
Dieses Prinzip hat insbesondere zur Folge, dass eine Rakete während der Betriebsdauer ihres Raketentriebwerks an Masse verliert, und daher bei gleichbleibender Antriebskraft eine steigende Beschleunigung verzeichnet.
Von der Feuerwerksrakete bis zum Space Shuttle werden alle Raketen vom gleichen grundlegendem Prinzip in Bewegung gesetzt, dem 3. Newtonschen Axiom (dem Reaktionsprinzip), oder wie Isaac Newton es formulierte: actio = reactio (Wirkung und Gegenwirkung sind gleich).
Das heißt, eine Rakete wird mit der gleichen Kraft nach vorn getrieben, mit der sie die Produkte ihres Raketenmotors nach hinten schleudert. Das funktioniert in jeder Umgebung, aber am besten im luftleeren Raum.
Alle Effekte, die bei einem Raketenantrieb zu verzeichnen sind, wurden 1903 von Konstantin Ziolkowski mit der Raketengrundgleichung dargestellt. Später kam Hermann Oberth unabhängig davon zu den gleichen Erkenntnissen.
Wichtig für die Effizienz eines Raketenantriebs ist es, dass es gelingt, dem vom Raketentriebwerk ausgestoßenen Gas eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu verleihen. In Frage kommen dafür thermochemische Reaktionen, das Aufheizen des Gases in einem Kernreaktor oder die Beschleunigung des Gases (ionisierten Gases oder Plasmas) mittels verschiedener Verfahren (zum Beispiel dem Ionenantrieb).
Praktisch eingesetzt oder erprobt wurden bisher folgende Raketentriebwerke:
Weitere mögliche Antriebsarten: