Die Rappbode-Talsperre ist die größte Talsperre im Harz. Sie gehört zusammen mit weiteren Talsperren und Rückhaltebecken zum Hochwasserschutzsystem im Ostharz:
- die Überleitungssperre Königshütte: Sie staut das Wasser der kalten Bode um es in einem Überleitungsstollen in die Rappbodetalsperre abzuleiten (Trinkwassergewinnung).
- Hasselvorsperre als Vorsperre der Hassel.
- Mandelholztalsperre als Vorsperre der kalten Bode, die am Fuße des Brocken (Harz) entspringt.
Die Sperre selber ist eine gerade Schwergewichtsmauer, die durch ihr Eigengewicht den Fluss absperrt. Sie wurde 1959 fertig gestellt und ist 106 m hoch sowie 415 m breit. In den letzten Jahren (vor 2002) wurde die Dammkrone erneuert. Die Fahrbahn und der Beton waren verwittert und den Belastungen des Verkehrs nicht mehr gewachsen.
Das gestaute Wasser ist vor allem eine Trinkwasserreserve, auf die die östlich gelegenen Städte zurückgreifen können. Die Druckleitungen gehen bis Halberstadt, Bernburg und Halle (Saale).
Der Stausee trägt auch in geringem Maße zur Stromgewinnung bei.