Rasterkraftmikroskop



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Der Laserstrahl zum Abtasten wird von einer Laserdiode (1)
erzeugt, fällt auf den Cantilever (2) und wird zu einem
Photodetektor (3) reflektiert. (4) Kamera zur Grobannäherung;
(5) Schallschutzbox auf einer 15 cm dicken Marmorplatte

Das Rasterkraftmikroskop (engl. Atomic Force Microscope; Abkürzungen RKM, AFM) ist ein 1986 von Gerd Binnig und Heinrich Rohrer entwickeltes Mikroskop zur mechanischen Abtastung von Oberflächen auf der Nanometerskala. Dabei wird eine an einer Blattfeder befestigte Nadel - dem so genannten Cantilever - zeilenweise über die Oberfläche geführt. Durch die Struktur der Oberfläche wird dabei die Blattfeder verbogen. Die Auslenkung kann mit kapazitiven oder typischerweise optischen Sensoren gemessen werden. Der Krümmungsradius der Spitzen beträgt dabei typischerweise 10 - 20 nm, was je nach Rauhigkeit der Probenoberfläche laterale Auflösungen von 0,1 - 10 nm erlaubt. Zur exakten Bewegung der Nadel über die Probe dienen Piezostellelemente, mit deren Hilfe Scannbereiche von bis zu 100 x 100 µm untersucht werden können. Die Scanngeschwindigkeit liegen typischerweise um 1 Hz, was bedeutet, dass pro Sekunde eine Zeile hin und wieder zurück gescannt wird. Bei normalen Bildauflösungen von 250 x 250 bis 500 x 500 Bildpunkten ergibt sich somit eine Messdauer von ca. 10 Minuten pro Bild.

Table of contents
1 Betriebsmodi
2 Störungen während der Messung
3 Auswertesoftware
4 Weblinks

Betriebsmodi

Das RKM kann in verschiedenen Betriebsmoden betrieben werden:

Darüber hinaus können mit dem AFM neben der reinen Oberflächentopografie einer Probe auch weitere physikalische Eigenschaften untersucht werden:
Abb. 1: AFM Magnetfeldmessung an einer 2GByte Festplatte

Störungen während der Messung

Auswertesoftware

Bei professionellen AFMs ist gewöhnlich eine Auswertesoftware im Ansteuerprogramm der Hardware integriert. Die Datenformate sind dabei meist herstellerabhängig, da neben reinen Bilddaten auch die Einstellungen der jeweiligen Messung wie z.B. die Scanngeschwindigkeit mitgespeichert werden sollen. Darüber hinaus lassen sich die erstellten Messbilder auch in bekannte Datenformate wie BMP- oder JPEG-Dateien konvertieren.

Besonders soll hier aber noch eine frei verfügbare Auswertesoftware namens WSxM erwähnt werden, mit der alle typischen Datenaufbereitungen vorgenommen werden können (siehe Weblinks).

Weblinks