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In der Antike war sie eine wichtige Hafenstadt. Anstelle von Rom wurde sie 402 nach Mailand unter Kaiser Honorius zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches. Nach der Absetzung des letzten Kaisers Romulus Augustulus herrschte ab 476 der Germane Odoaker, der 493 von dem Ostgotenherrscher Theoderich eigenhändig getötet wurde. Eine letzte Bedeutung erlangte Ravenna zwischen 540 und 740 als Vorposten des Byzantinischen Reiches in Italien.
Aus dieser Zeit des Umbruchs von der Antike zum Mittelalter findet man in Ravenna heute noch zahlreiche bedeutende Bauwerke, die oft noch den originalen Mosaikenschmuck des 5. bis 7. Jahrhunderts zeigen und die inzwischen zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Darunter sind frühchristliche Kirchen wie die Basilika San Vitale, San Apollinare Nuovo oder im einstigen Hafenort Classe San Apollinare in Classe, ferner die Grabmäler der Kaiserin Galla Placidia und Theoderichs sowie frühchristliche Baptisterien.
Im Mittelalter führte Ravenna den zu einer autonomen Republik wachsenden Städtebund, zu dem Ancona, Fano, Pesaro, Senigallia und Rimini gehörten. Noch heute wird in der Stadt das Grabmal Dante Alighieris gezeigt, der hier seine "Göttliche Komödie" vollendete und 1321 starb.
Seit 1861 gehört Ravenna zu Italien.
Der am Meer liegende Badeort Lido di Ravenna verfügt über zahlreiche Campingplätze, Ferienhäuser und Pensionen, aber auch weitläufige Naturschutzgebiete.