Ravensberger Hügelland

Beim Ravensberger Hügelland handelt es sich um ein leichtwelliges Hügelland, welches ringsum von höheren Bergländern umrahmt wird. Geologisch liegen hier im Wesentlichen Liasplatten mit Lössauflage vor, die durch Zertalung im Pleistozän zum Hügelland umgestaltet wurden. Das Ravensberger Hügelland liegt inmitten der sich nach Südosten öffnenden Schere der beiden Gebirgsflügel des Teutoburger Waldes im Süden und des Wiehengebirges im Norden mit Höhen um 300 m üNN. Das Hügelland selbst erreicht Höhen von max. 120 – 140 m. Das Herforder Bergland im Osten und die Meller Berge im Westen schließen den Rahmen ab. Das Wiehengebirge stellt dabei die Grenze zur norddeutschen Tiefebene dar, während der Teutoburger Wald das Ravensberger Hügelland gegen die Westfäli-sche Bucht abgrenzt.

Die fruchtbaren Lößböden haben zu einer frühzeitigen Besiedlung des Gebietes geführt. Die ältesten Kerne der Siedlungslandschaft reichen in die altsächsische Zeit zurück. Schon für die vorrömische Eisenzeit sind Siedlungsspuren archäolo-gisch nachgewiesen worden (GÜNTHER 1981, zitiert nach SCHÜTTLER 1986). Vornehmlich im 18. Jahrhundert erfolgten dann die großflächige Rodung der waldtragenden Niederungen und die Umwandlung in Grün- und Ackerland (RIEPENHAUSEN 1938/1986). So sind heute nur noch die umliegenden Bergländer durchgehend bewaldet.

Die heutige Landschaft des Ravensberger Hügellandes wird allgemein als „Parklandschaft“ charakterisiert. Typisch dafür sind relativ zahlreiche Feldgehölze und Gebüsche innerhalb der überwiegend als Acker und Grünland genutzten Feldflur und eine ursprünglich ausgeprägte Streusiedlung, d.h. neben kleinen Dorfkernen waren zahlreiche Einzelhöfe vorhanden, die mit Fachwerkgebäuden und Eichenkämpen für den landschaftlichen Reiz dieses Gebietes von wesentlicher Bedeutung waren.



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