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| Regenwürmer | ||||||||
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| Systematik | ||||||||
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Die Regenwürmer (Lumbricidae) sind im Erdboden lebende Würmer aus der Klasse der Wenigborster (Oligochaeta). Sie gehören innerhalb der Überklasse (bzw. Klasse) Clitellata zum Stamm der Ringelwürmer (Annelida). Es gibt über dreitausend Arten von Regenwürmern. Lumbricus terrestris ist die bekannteste einheimische Art, welche man prototypisch meist als "den" Regenwurm bezeichnet.
Der deutsche Name rührt von der Eigenart der Würmer her, bei Regen in großen Scharen an die Erdoberfläche zu kommen, doch ist dieser Name irreführend, weil Regenwürmer nicht an die Erdoberfläche kriechen, weil sie den Regen so sehr lieben, sondern weil sie bei Regen in ihren Gängen im Erdboden ertrinken würden.
Der Körper des Regenwurms besteht aus zahlreichen zylindrischen Gliedern (Segmenten), welche an ihren Seiten die kaum aus der Haut hervorragenden Borsten tragen.
Der Darm besitzt eine Anzahl Blindschläuche und vorn einen muskulösen Kropf, in welchem (wie bei Hühnern) durch aufgenommene Steinchen die Nahrung gleichmäßig zerrieben wird. Das Nervensystem ist hoch entwickelt. Augen fehlen zwar, doch ist der Regenwurm lichtempfindlich und reagiert auch auf Erschütterungen des Bodens.
Besondere Atmungsorgane besitzt der Regenwurm nicht, aber ein vielfach verzweigtes Blutgefäßsystem. Das Blut selbst ist durch den roten Blutfarbstoff rot gefärbt und enthält farblose Blutkörperchen.
Die Regenwürmer sind Zwitter und befruchten sich wechselseitig. Eine bestimmte Reihe ihrer Körpersegmente, die den so genannten Gürtel bilden, enthalten mächtige Drüsen, welche bei der Begattung ein Sekret ausscheiden, das die beiden Geschlechtspartner aneinanderheftet. Die Eier werden wie bei den Blutegeln in Kokons abgelegt. Die Embryonen ernähren sich von dem Eiweiß, von dem sie umgeben sind, und machen nur eine geringe Metamorphose zum Wurm durch.
Die Regenwürmer sind nachtaktive Tiere. Sie füllen ihren Darm mit humusreicher Erde und vermodertem Pflanzenmaterial und ziehen Keimlinge und Blätter in die Erde, um sie als Nahrung zu verwerten. Auch fressen sie Fleisch.
Bei ihren Wanderungen im Boden bilden sie Röhren, die sie mit ihren Exkrementen füllen. Dadurch liefern sie den Pflanzen Dünger. Von besonderer Bedeutung sind die Regenwürmer, wie bereits Charles Darwin beobachtete, dadurch, dass sie beständig die aus den tieferen Schichten des Bodens stammende Erde durch ihren Darm hindurch und an die Erdoberfläche befördern und dadurch erheblich zur Auflockerung des Bodens beitragen. Nach Darwins Berechnung befördern die Regenwürmer in vielen Teilen Englands jährlich auf jedem 6 Hektar großen Landstück ein Gewicht von mehr als 25000 kg Erde an die Oberfläche und bewirken dadurch eine ganz erhebliche Durchmischung der Bodenschichten, wobei der Untergrund mit Humusstoffen angereichert wird.
Den Winter verbringen die Würmer zusammengeballt in größerer Tiefe liegend in einer Kältestarre.
Die natürlichen Feinde der Regenwürmer sind Amseln, Maulwürfe, Igel, Spitzmäuse, Kröten, Frösche, Tausendfüßler und Laufkäfer. Der Mensch benutzt sie als Köder beim Angeln.
Literatur
Weblinks