Die Rentenmark war eine Übergangswährung in Deutschland, um die Hyperinflation um 1923 zu stoppen.
Die Rentenmark wurde als Bargeld von der im Oktober 1923 gegründeten Deutschen Rentenbank in Münzen und kleinen Scheinen ausgegeben. Der Wechselkurs zur Papiermark wurde mit 1:1 Billion festgesetzt. Allerdings wurden damit nicht nur 12 Nullen auf den Scheinen gestrichen, sondern die Rentenmark war wieder durch einen Gegenwert gedeckt, der aus Rentenpapieren über 3,2 Milliarden Mark bestand, diese waren durch Hypotheken auf Immobilien der Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe gesichert.
Die Rentenmark war kein gesetzliches Zahlungsmittel, d.h. es bestand kein Zwang, sie als Zahlungsmittel anzunehmen. Sie wurde aber von der Bevölkerung akzeptiert und damit war die Inflation schlagartig gestoppt.
Die Rentenmark wurde durch die Reichsmark als neues gesetzliches Zahlungsmittel abgelöst, die ihr wertmäßig gleichgestellt war und zum 30. August 1924 ausgegeben wurde.
Die Rentenbank bestand aber darüber hinaus fort und die verausgabte Rentenmark blieb im Umlauf.