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Die Rheinprovinz wurde 1822 durch Vereinigung der 1816 gebildeten Provinzen Großherzogtum Niederrhein mit Sitz in Koblenz und "Provinz Jülich-Kleve-Berg" mit Sitz in Köln gebildet. Sitz des Oberpräsidenten (heute in etwa vergleichbar einem Regierungspräsidenten) war Koblenz. Die Rheinprovinz gliederte sich in die 5 Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf (inklusiv des 1822 aufgelösten Regierungsbezirks Kleve), Koblenz, Köln und Trier. Die Regierungsbezirke waren in Stadtkreise und Landkreise aufgeteilt.
Das Gebiet der Rheinprovinz war nahezu geschlossen. Lediglich der Kreis Birkenfeld gehörte bis 1934 als Exklave zum Großherzogtum Oldenburg bzw. Freistaat Oldenburg, bevor er in die Rheinprovinz eingegliedert wurde. Eine weitere Enklave bildete von 1819 bis 1834 das Fürstentum Lichtenberg, das zum Fürstentum Sachsen-Coburg gehörte, dann aber wieder an Preußen verkauft und der Rheinprovinz eingegliedert wurde. Die einzige Exklave der Rheinprovinz bildete bis 1932 der Landkreis Wetzlar.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Rheinprovinz von französischen, belgischen und britischen Truppen besetzt; die letzten Besatzungstruppen räumten 1930 das Rheinland, 1935 setzte Hitler auch die Remilitarisierung durch.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das nördliche Gebiet der Rheinprovinz (Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf und Köln) Teil der britischen Besatzungszone und damit später Bestandteil des Landes Nordrhein-Westfalen. Das südliche Gebiet (Regierungsbezirke Koblenz und Trier) wurde Teil der französischen Besatzungszone und damit später Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz.
Verwaltungsgliederung der Rheinprovinz (letzter Stand)
Regierungsbezirk Aachen
Stadtkreise:
Landkreise:
Regierungsbezirk Düsseldorf
Stadtkreise:
Landkreise:
Regierungsbezirk Koblenz
Stadtkreise:
Landkreise:
Regierungsbezirk Köln
Stadtkreise:
Landkreise:
Regierungsbezirk Trier
Stadtkreise:
Landkreise:
Webpräsenz
Verwaltungsgliederung etc. 1939