|
|
Die Kenntnis der Systematik, Anatomie und Ökologie dieser Tiere gehört zum Pflichtprogramm für jeden Zoologen.
Die Rhinogradentia unterlagen auf dem abgelegenen pazifischen Heieiei-Archipel einer evolutionären Radiation, die am ehesten mit den Darwinfinken auf Galapagos oder der Entwicklung der Beuteltiere in Australien verglichen werden kann.
Charakteristisches Merkmal der Ordnung und wichtigste Autapomorphie ist die vielfältige Ausgestaltung der Nase als Fortbewegungsorgan sowie für andere Zwecke. Sie ist als Musterbeispiel für Homologie in der Anatomie von besonderem didaktischen Wert.
Als ursprünglichste Art wird Archirrhinos haeckelii angesehen, das als lebendes Fossil nach Ernst Haeckel benannt wurde.
Rhinogradentier haben sowohl den Erdboden durch maulwurfsartige Tiere als auch den Luftraum durch Otopteryx volitans erobert. Letztere Art hat, wie der wissenschaftliche Name bereits andeutet, die Ohren zu Flügeln entwickelt. Als Endosymbiont, möglicherweise auch als Parasit gilt die Gattung Remanonasus, die im Original jedoch als darmloser Vertreter des Mesopsammons beschrieben ist. Zwischen Columnifax lactans und Hopsorhinus mercator gibt es eine ausgeprägte Symbiose. Das größte Landraubtier des Archipels, zugleich der größte Rhinogradentier gehört zur Gattung Tyrannonasus und zeigt ein typisches Raubtiergebiss.
Stümpke beschreibt Tyrannonasus in Anlehnung an Bernhard Grzimek so:
Das klassische und umfassende wissenschaftliche Lehrbuch der Rhinogradentiologie ist Bau und Leben der Rhinogradentia von Prof. Harald Stuempke aus dem Jahre 1957, wieder aufgelegt 1981. Es zählt inzwischen zur Pflichtlektüre für jeden Zoologiestudenten und ist 2001 in der zweiten Auflage erschienen. Das Buch zählt zu den wenigen modernen Standardwerken moderner Zoologie, die zunächst auf Deutsch erschienen, bevor sie auf Englisch veröffentlicht wurden. Die Rhinogradentier nehmen seit Erscheinen des Buches in der Zoologie etwa die Funktion ein, die Friedrich Gottlob Nagelmann für die Juristen innehat. Historisch nicht abschließend geklärt ist, ob Nagelmann sich mit den völkerrechtlichen Aspekten der Vernichtung der Rhinogradentia befasst hat.
Nach dem Erscheinen des Buches gab es Hinweise auf Vorkommen von Rhinogradentiern in Deutschland. So veröffentlichte der Verein Jordsand in einer April-Ausgabe der Zeitschrift Seevögel eine Abhandlung über die Beobachtung eines Columnifax lactans im Helgoländer Felswatt. Aus dem Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön wurde die Entdeckung einer semiaquatischen Art, Cordorrhinus hydrophilus gemeldet, deren Vorkommen am Plöner See durch ein Zitat von Theodor Fontane erklärt wird. Die Universität Greifswald widmete 2002 in ihrem 5. Curriculum Anatomie und Schmerz dem Thema "Anatomie und Biologie der Rhinogradentia" einen Sondervortrag. Moderne Rhinogradentiologie ist nicht auf Deutschland beschränkt. So veröffentlichte Harold B. White 1993 Untersuchungen zur Molecular Evolution in the Spirit of Snouters. Ein Team französischer Speläologen entdeckte 1999 im Karst fossile Rhinogradentier. Der Gruppe gelang es sogar ein Photo von Dolichonasus anzufertigen. Ein Vorkommen von Otopteryx volitans wurde aus Wisconsin, USA gemeldet.
Siehe auch: Steinlaus, Wissenschaftlicher Witz
Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Nihilartikel, siehe auch Wikipedia:Humor in der Wikipedia.
Literatur
Weblinks