Riese

Der folgende Artikel beschäftigt sich dem Fabelwesen Riese. Weiteres siehe Riese (Begriffsklärung)
Ein Riese ist ein besonders großes, ansonsten aber menschenähnliches Wesen vieler Mythologien, Sagen und Märchen. Davon abgeleitet ist 'Riese' auch eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen außergewöhnlich großen Menschen.

Table of contents
1 Riesen in der germanischen Mythologie
2 Riesen in der griechischen Mythologie
3 Riesen im Brauchtum

Riesen in der germanischen Mythologie

In der germanischen Religion waren Riesen (auch Thursen genannt) meist bösartige, Menschen und Göttern gegenüber feindlich gesinnte, Wesen. Es wurde erwartet, dass sie in der Götterdämmerung (Ragnarök) gegen die von Odin geführten Götter kämpfen würden.

Viele Götter stammten von Riesen ab. Sie wohnten in Riesenheim (Utgard). Viele Riesen verkörpern Naturkräfte wie Eis, Feuer, Wasser, Stein, Berg, oder die Gestirne. Es wird daher vermutet, dass es sich um eine ältere Schicht von Göttern handelt, die von den "jüngeren" Göttern neu eingewanderter Völker verdrängt und besiegt wurden. Sie ähneln damit vermutlich den griechischen Titanen.

Tacitus berichtet in seiner Germania von den weit im Norden lebenden Völkern der Hellusier und Oxionen, Mischvölkern aus Menschen und Riesen, eine Annahme, die sich bis ins Mittelalter hielt.

Riesen in der griechischen Mythologie

Die Titanen gelten als das älteste griechische Göttergeschlecht. Die Giganten (Gigantes) sind Mischwesen aus Menschen und Schlangen und Gegner der olympischen Götter. Die einäugigen Zyklopen (Kyklopes) sind ebenfalls ein altes Göttergeschlecht.

Siehe auch: Griechische Mythologie, Fafnir, Fabelwesen, Zwerg

Riesen im Brauchtum

An vielen Orten in Europa, aber gehäuft im Salzburger Lungau und in Katalonien (Spanien) werden bei Prozessionen und Umzügen Riesenfiguren (im Lungau: der Samson) mitgetragen.




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