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Als Rio de la Plata (spanisch für Silberfluss) wird der gemeinsame Mündungstrichter der großen südamerikanischen Ströme Rio Parana und Rio Uruguay bezeichnet.
Den Namen erhielt diese Flussmündung dadurch, dass die Silbervorkommen im heutigen Bolivien über ihn verschifft wurden. Sucre, die offizielle Hauptstadt des Landes, hieß damals Charcas, hatte aber noch den Spitznamen La Plata.
Andere Quellen gehen davon aus, dass der Name daher rührt, dass in dieser Region zunächst bedeutende Silbervorkommen vermutet wurden. Die Vermutung gründete sich wahrscheinlich auf den Umstand, dass die Entdecker, die zusammen mit Juan Díaz de Solís 1516 an der Mündung des Rio de la Plata Schiffbruch erlitten, von den dort lebenden Indios mit Silberschmuck beschenkt wurden. Unter den wenig später in dieses Gebiet aufbrechenden Eroberern verbreitete sich die Mär von einer Sierra de la Plata, einem Berg mit reichhaltigem Silbervorkommen [1]. Wie sich später herausstellte, war die Vermutung falsch.
Das Wasser des Rio de la Plata ist durch den hohen Eintrag von lehmigem Schlamm, vor allem aus dem Rio Uruguay, ockerfarben und trüb. Das Revier weist nur geringe Tiefen auf, so dass z.B. Schiffe mit größerem Tiefgang, die Buenos Aires ansteuern, ausgebaggerte Fahrrinnen benutzen müssen.
Die Region um den Rio de la Plata ist sehr dicht besiedelt. Die uruguayische Hauptstadt Montevideo (fast 1,5 Mio. Einwohner) am Nordufer und die argentinische Hauptstadt Buenos Aires (rund 12 Mio. Einwohner) am südlichen Ufer sind die größten Städte am Rio de la Plata.