Rodney Graham

Rodney Graham (* 1949 in Masqui, British Columbia) ist ein kanadischer Künstler, dessen Werk quasi exemplarisch die Kunst der Moderne und gleichzeitig ihre Ablösung von der Moderne analysiert.

Rodney Graham studierte Kunstgeschichte von 1968 bis 1971 an der University of British Columbia und anschließend von 1978 bis 1979 an der Simon Fraser University in Vancouver, wo er heute noch lebt und wirkt. Seit den 80er Jahren stellt er seine künstlerischen Arbeiten in Einzelausstellungen in Nordamerika und Europa aus. So war er unter anderem auf der documenta IX (1992) und auf der Biennale in Venedig 1997 vertreten.

Zu Grahams Kunst zählen Künstlerbücher, Druckgraphiken, Musikkompositionen und Vorträge über Skulpturen und Architekturmodelle bis zu Fotos, Filmen und Videos. Die Werke beschäftigen sich unter anderem mit zentralen Persönlichkeiten der Kultur des 19 und frühen 20. Jahrhunderts (z.B. Edgar Allen Poe, Richard Wagner oder Sigmund Freud und dessen "Traum von der botanischen Monographie") oder reflektieren populäre Mythen des Kinos. Dabei unterzieht Graham die von ihm für seine eigene Kunst genutzten Werke gleichsam von innen heraus einer sympathisierenden Kritik und verwandelt sie so.

Häufig bezieht sich seine Kunst auf filmische Klischees oder bekannte Elemente populärer Musik. Die Wiederholung spielt in Grahams Werk als formales und strukturelles Prinzip eine zentrale Rolle, nicht nur in seinen Filmen, sondern auch in vielen anderen Werken.



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