Rohrbach (Hunsrück)

Rohrbach ist ein Dorf im rheinland-pfälzischen Rhein-Hunsrück-Kreis auf dem Lützelsoon, einem Teil des Hunsrücks mit 180 Einwohner und einer Gemarkungsgröße von 3,76 km², die bis 387 m ansteigt. Konfessionsstatistik: 75% evangelisch, 20% katholisch

Geschichtliches

Vermutlich wurde Rohrbach zu Beginn des 11. Jahrhunderts gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung finden wir am 27. September 1304 in den Regesten des Archivs der Grafen von Sponheim.

Rohrbach dürfte seit seiner Gründung zur Grafschaft Sponheim gehört haben. Nachdem die Familie 1437 ausstarb, kam es an die Grafen von Veldenz und die Markgrafen von Baden. Das Erbe der veldenzer kam durch Heirat an die Pfalzgrafen von Simmern-Zweibrücken. Bis 1707 verwalteten die Pfalzgrafen und die Markgrafen die Grafschaft gemeinsam. Dann wurden die Badener alleinige Besitzer des Oberamtes Kirchberg und damit auch die Landesherren von Rohrbach. Um 1600 gehörte der südliche Teil Rohrbachs mit 6 "Hintersassen" zur Vorderen Grafschaft Sponheim in das Amt Dill, das nördliche Rohrbach zum badischen Oberamt Kirchberg. Nach der napoleonischen Zeit, in der man zu Frankreich gehörte, fiel das Dorf an Preußen.

1781 zählte man 12 Familien mit 56 Einwohnern, 1798 20 Familien mit 99 Bewohnern.

Kultur

1958 wurde in Rohrbach der Film Der Schinderhannes, in dem u.a. Curd Jürgens, Maria Schell, Siegfried Lowitz und viele Rohrbacher mitspielten. Regie führte Helmut Käutner.

1981/1982 entstanden die Innenaufnahmen von "Haus Simon" im ersten Teil der "Heimat-Trilogie" in Rohrbach. Der Drehort, "Sooste", war auch schon im "Schinderhannes" ausgewählt worden.

Nachbarorte: