|
|
Man unterscheidet zwischen Frühromantik (ca. 1798-1804), Hochromantik (ca. 1804-1815) und Spätromantik (ca. 1815-1830). Allerdings verlaufen diese Phasen nicht in allen Kultursparten völlig synchron; die Spätromantik in der Musik zieht sich beispielsweise bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Treibende Kraft der Romantik ist eine Sehnsucht nach einer paradiesischen Welt, die außerhalb der alltäglichen Umwelt gesucht wird. Hinführende Orte und Manifestationen dieser Sehnsucht sind nebelverhangene Waldtäler, mittelalterliche Kloster-Ruinen, alte Mythen und Märchen, die Natur, etc. Ein zentrales Symbol für diese Sehnsucht (oder besser: für das Ziel dieser Sehnsucht) ist die blaue Blume.Die Sehnsucht richtet sich auf etwas Unbestimmtes oder Unerreichbares. Aus diesem Grunde wird sie nie befriedigt und kann dauerhaft genossen und ausgelebt werden.
Ein weiteres Merkmal der Romantik ist der Hang zum Mystizismus, zu Schauerlichem, Fantastischem, zu Märchen und Hirtendichtung.
Im Gegensatz zu der Aufgabe der Dichter in Wiener Klassik und Aufklärung/ Sturm und Drang, nämlich Erziehung des Volkes durch Literatur, sehen sich die Dichter der Romantik als ausgegrenzte Einzelgänger. Sie lebten in einer idyllischen Traumwelt.
Der geschichtliche Hintergrund der Romantik ist die gescheiterte Revolution in Deutschland, nach dem Vorbild der französischen Revolution. Sowohl Absolutistisches System, als auch Ständegesellschaft und Macht der Kirche blieben bestehen. Der Wandel des "Systems" konnte nicht mehr in oder mit der Gesellschaft stattfinden, sondern nur außerhalb der Gesellschaft. Das ist einer der Gründe aus dem die Dichtung in fantastische, unwirkliche, idyllische Welten und nicht mehr in die Realität führte (Föucht aus der Wirklichkeit).
Die Romantik gibt es in folgenden "Disziplinen":
Eine neue Sicht auf die Romantik ermöglichte Arno Schmidt.
Deutsche Literatur (Romantik)
Siehe auch
Weblinks