|
|
Die Tetrarchie (von griechisch τετρα tetra vier und αρχη archä Herrschaft, Regierung) war ein Regierungssystem, das Kaiser Diokletian 293 im römischen Reich einführte.
Es gab dabei vier Herrscher im Kaiserrang: jeweils einen Augustus im Westen, in Rom, und im Osten, in Nikomedia, der je einen Cäsar adoptierte, der dann sein Nachfolger sein sollte. Gesetze, die ein Augustus oder Caesar erließ, galten für das ganze Imperium.
Dieses System bot einige Vorteile:
304 jedoch wollte Diokletian aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten und brachte auch Maximian dazu, gleichzeitig abzudanken. Die beiden neuen Augusti, Galerius und Konstantius Chlorus sollten dann ihrerseits einen Caesar adoptieren. Am 1. Mai 305 traten Diokletian und Maximinian zurück. Galerius adoptierte plangemäß Severus als Caesar.
Jetzt zeigte sich jedoch eine Schwachstelle im System: es hatte außer Acht gelassen, dass vorher die Macht vom Vater auf den Sohn übergegangen war - und sowohl Maximinian als auch Konstantius Chlorus hatten ehrgeizige Söhne, denen das neue System nicht zusagte.
Als der Augustus Konstantius Chlorus 306 starb, kam es zu einigen Wirren: sein Sohn Konstantin wurde von den Truppen zum Augustus ausgerufen, gleichzeitig machte sich Maxentius, der Sohn von Maximian in Rom zum (nicht anerkannten) Augustus.
Erst 308 wurde die Sache wieder geregelt: Galerius und Licinius wurden Augusti, Konstantin und Maximinus Daia mit neuem Titel filii Augustorum) - Maxentius immer noch in Rom.
Nach dem Tod von Galerius 311 waren es noch drei: Licinius, Konstantin, Maximinus Daia und immer noch Maxentius in Rom.
Licinius und Konstantin verbündeten sich. Licinius besiegte 313 Maximinus Daia, Konstantin 314 Maxentius (in der Schlacht an der Milvischen Brücke).
324 kam es zum Kampf zwischen Konstantin und Licinius und ab 325 war Konstantin Alleinherrscher.