|
|
Neben Andy Warhol der wohl bekannteste Vertreter der Pop-Art.
Lichtenstein malte mit kräftigen, klaren Farben. Seine Werke erinnern an Comics oder an alte Zeitungsanzeigen. Er entwickelte eine besondere Malmethode, im Englischen Benday Dots genannt, indem er statt Farbflächen nur gleichmäßige Farbpunkte setzte und somit seinen großformatigen Werken einen künstlichen Touch verlieh. Er nahm diese Rastermethode der andere Künstler anfangs mit Humor begegneten, selbst auf die Schippe, zum Beispiel mit Magnifying Glass (1963, dt. Vergrößerungsglas)
| Table of contents |
|
2 Einige Werke 3 Weblinks |
Biographie
Roy Lichtenstein wurde 1923 in eine New Yorker Mittelstandsfamilie geboren. Sein Vater war Grundstücksmakler.
Er besuchte eine Privatschule die in ihrem Lehrplan keinen Kunstunterricht enthielt.
Als Teenager beginnt er zu Hause das Malen und Zeichnen.
Er entwickelt ein Interesse am Jazz und nimmt Jazzmusiker mit ihren Instrumenten als Vorlage für Porträts. Sein Vorbild ist Pablo Picasso.
Im Sommer 1939 besucht er die Kurse der Art Students League bei Reginald Marsh. Lichtenstein zeichnet Modelle und New Yorker Stadszenen wie Coney Island, Straßenfeste und Boxkämpfe.
1940 absolvierte er die High School und schreibt sich aufgrund fehlender Möglichkeiten in New York an der Ohio State University in der School of Fine Arts ein. Den größten Einfluss auf ihn wirkt Professor Hoyt L. Sherman aus und Lichtenstein mal Modelle und Stilleben im Stil des Expressionismus.
Von 1943 bis 1945 dient er beim Militär und wird in Eurpoa eingesetzt. Mit Tusche, Stift und Kreide fertigt er Naturzeichnungen an. Nach dem Krieg studiert er kurze Zeit an der Pariser Cité Universitaire.
Im Juni 1946 schließt er sein Studium an der Ohio State University ab. Er beginnt den Master of Fine Arts Studiengang und nimmt eine Lehrtätigkeit an (bis 1951). Er lässt sich bei seinen halbabstrakten Bildern von Kubisten inspirieren. 1950 schließt er den Master-Studiengang ab und verliert im Jahr darauf seine Lehrstelle da die große Zahl der durch den G.I. Bill geförderten Studenten einbricht.
Im Jahr 1949 heiratet er Isabel Wilson von der er 1965 wieder geschieden wird.
Ihre beiden Söhne sind David Hoyt (* 1954) und Mitchell Wilson (* 1956).
1968 heiratet er Dorothy Herzka.
Lichtenstein zieht im Jahre 1951 nach Cleveland, arbeitet als graphischer und technischer Zeichner. Er erhält eine Anstellung als Assistenzprofessor für Kunst an der New State University, Oswego.
Seine ersten Einzelausstellungen 1949/1950 finden in der Ten-Thiry Gallery, Cleveland und der Carlebach Gallery, New York statt. Bis 1957 kommen noch drei in der John Heller Gallery, New York hinzu.
Zwischen 1952 und 1955 konzentriert er sich auf typisch amerikanische Sujets, beschäftigt sich mit Expressionismus, Abstraktion und gemalten Holzkonstruktionen. Die ersten Anzeichen von Pop-Art lassen sich 1956 in humorvollen Lithographien erkennen. Bis 1960 mal er gegenstandslose Bilder, gelegentlich auch Comic-Figuren (Mickey Mouse und Donald Duck).
Von 1960 bis 1964 ist Lichtenstein an der Rugers University, New Jersey angestellt und zieht auch nach New Jersey um. Er lernt dort Allan Kaprow kennen der ihm mit Robert Watts, Claes Oldenburg, Jim Dine, Rober Whitman und anderen bekannt macht.
Seine ersten Bilder in Pop-Art entstehen 1961.
Durch die Imitation von industriellen Drucktechniken entstehen Comic-Serien die mit Stift und Öl direkt auf Leinwand gemalt sind.
Seine Bilder stellen Konsumgüter und Haushaltgegenstände dar.
Im Herbst überläßt er einige dieser Bilder dem Galeristen Leo Castelli in dessen Galerie Lichtenstein auch Werke von Andy Warhol entdeckt die auch Comics behandeln.
1962 findet eine Einzelausstellung in der Leo Castelli Gallery statt und er nimmt auch an den ersten wichtigen Ausstellung der Pop-Art teil:
1964/1965 erstellt er Gemälde und Keramikskulpturen von Frauenköpfen sowie Landschaften. Bis 1969 widmet er sich dann der Monumentalarchitektur, einer Pinselstrich-Serien, Explosionen und modernen Gemälden mit einem Bezug auf die 1930er.
Anfang 1969 arbeitet er an in los Angeles einem Film über Seelandschaften und experimentiert zusammen mit Joel Freedman in New York am Film.
1970 zieht er nach Southampton, Long Island um und wird Mitglied in der American Acadamy of Arts and Sciences.
In den 1970ern beschäftigt er sich mit optischen Täuschungen und Werken der Kunstgeschichte. 1979 erhält er den Auftrag für eine öffentliche Skulptur, eine Meerjungfrau für das Theater of Performing Arts in Miami Beach, Florida.
Eine weitere Retrospektive ging 1981 auf Welttourne mit Werken aus den 1970ern.
Von der George Washington University, Washington D.C erhält er 1996 einen Ehrendoktor.