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Die Republik Ruanda liegt in Ostafrika und grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania.

RW
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2 Geographie 3 Städte 4 Flora und Fauna 5 Geschichte |
Ruanda ist ein Hochland, das in der Ebene etwa 1500m ü. NN liegt. Die Berge sind mehrere Tausend Meter hoch. Aufgrund der Höhe ist das Klima trotz der Äquatornähe eher mild.
Ruanda grenzt (im Uhrzeigersinn) an Uganda, Tansania, Burundi und Kongo. Der größte Teil der Grenze zu Kongo liegt im Kiwusee, der zum afrikanischen Grabenbruchsystem gehört und daher sehr tief ist. Im Grenzgebiet zu Kongo und Uganda liegen die Virunga-Vulkane, auf denen in mittlerer Höhe die Berggorillas leben.
Ruanda nennt sich selbst gern "Land der tausend Hügel" und hat in der Tat eine sehr hügelige Landschaft in dem wesentlichen westlichen Teil des Landes.
Gisenyi ist eine gerade malerisch gelegene Kleinstadt am nördlichen Ende des Kiwusees. Es liegt unmittelbar an der Grenze zu Kongo; die Nachbarstadt auf der anderen Seite der Grenze ist Goma. Während des Bürgerkriegs zogen unermeßliche Flüchtlingsströme durch Gisenyi nach Goma. Von Gisenyi aus gibt es einen regelmäßigen Bootsverkehr nach Kibuye und Cyangugu.
Kibuye ist eine Kleinstadt an einer sehr zerfurchten Küste am Kiwusee. Hier gibt es eine alte Missionsstation auf einem Felsen, der in den See hineinreicht. Die Stadt selbst liegt etwas erhöht, jedoch haben die zahlreichen Fischer ihre Häuser meist unten an der Küste. Eine wunderschön angelegte, aber heruntergekommene Ferienanlage mit Bungalows sollte Touristen anlocken.
Cyangugu am Südende des Kiwusees liegt unmittelbar an der Grenze zu Ruanda. Auch hier gab es im Bürgerkrieg mächtige Flüchtlingsströme nach Kongo.
Butare im Süden Ruandas ist gewissermaßen die Kulturstadt des Landes. Es gibt hier eine Universität, die auch von Deutschland aus unterstützt wird. Im Gästehaus der Universität sind deutsche Professoren untergebracht, die die Flora und Fauna der Gegend untersuchen. Wegen der klimatischen und geographischen Besonderheiten gibt es dort endemische Arten, so daß Forscher eine gute Chance haben, ihren Namen in einer neuen Art zu verewigen. Daneben gibt es ein kleines Museum, das recht interessante Ausstellungsstücke aus vorkolonialer Zeit zeigt und auch frühere Hütten nachgebaut hat.
Ruanda gehört zu den ganz wenigen Staaten Schwarzafrikas, die es mit ungefähr gleichen Grenzen bereits vor der Kolonialzeit gab. Die heute zahlenmäßig nur noch sehr gering vorhandenen Twa waren vermutlich die frühestens Einwohner Ruandas. Über ihre Geschichte ist aber fast nichts bekannt. Das Volk der Hutu stellt die Masse der Einwohner. Sie wurden im 14. oder 15. Jahrhundert von den kriegerischen Tutsi (im Deutschen früher Watussi-Krieger genannt) unterworfen. Die Tutsi sind ein nilotisches Volk. (ist nicht bewiesen) Sie stellten als Minderheit die staatliche und militärische Macht, während die Hutu als Bauern arbeiteten. Bereits in vorkolonialer Zeit kam es immer wieder zu Aufständen der Hutu gegen die ihnen verhaßte Tutsi-Minderheit, von der sie sich unterdrückt und ausgebeutet fühlte.
Ruanda war von 1890 an bis in den Ersten Weltkrieg hinein Bestandteil von Deutsch Ostafrika.
Nach dessen Ende wurde der westliche Teil dieser deutschen Kolonie Belgien und dessen Kongokolonie zugeschlagen. Daher ergibt sich bis heute noch die Amtssprache französisch. Als der Kongo unabhängig wurde, wurden die ehemals deutschen Gebiete mit unabhängig aber als die eigenen Staaten Ruanda und Burundi.
Bald nach der Entkolonialisierung sahen die Hutu unter dem Einfluss westlicher Demokratie-Ideen ihre Zeit für gekommen. 1961 setzten sie den Tutsi-König ab und übernahmen selbst die Regierung. 1963 versuchten Zehntausende zunächst geflohener Tutsis, die Macht im Lande wieder zu erlangen. Dieser Versuch wurde aber blutig niedergeschlagen. In einem grauenhaften Bürgerkrieg wurden unzählige Tutsi umgebracht. Erst ab 1990 forderten die Tutsi erneut in blutigen Kämpfen die Regierungsmacht der Hutu heraus. Ihr Rückzugsgebiet war dabei Uganda. 1994 kam der ruandische Staatspräsident Habyarimana unter ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. In Ruanda wurde allgemein unterstellt, daß Habyarimana Opfer eines von Tutsi verübten Attentats wurde. Dies war der Auftakt zu einem jahrelangen blutigen Gemetzel, bei dem rund eine Million Menschen ums Leben kamen. Der Bürgerkrieg zwischen Tutsi und Hutu wurde mit einer unglaublichen Brutalität geführt. Millionen von Menschen flohen in die Nachbarländer, vor allem nach Kongo, wo man mit dem Flüchtlingsproblem überfordert war. Zudem drohte der ruandische Bürgerkrieg auf Kongo überzugreifen. Nach unruhigen Zeiten regiert seit 2000 mit P. Kagame wieder ein Angehöriger der Tutsi-Minderheit. Er wurde 2003 in einem Referendum auch von den Hutu in seinem Amt bestätigt.
Zur Schreibweise von Wörtern
Im Deutschen heißt es Ruanda, aber auch Suaheli für die afrikanische Verständigungssprache. Da Kinyarwanda, wie viele andere afrikanische Sprachen auch, vorne flektiert wird, entstehen verwirrend vielfältige Schreibweisen in Europa. Die Wortstämme Tutsi, Hutu z. B. gibt es als solches in Kinyarwanda nicht. In der grammatischen Normalform wird ein Ba (Wa) vorangestellt, also Bahutu bzw. Watutsi (=Watussi). Da sich die Vorsilben aber je nach grammatischer Verwendung verändern, werden in Kinyarwanda-Wörterbüchern die Wörter nach dem Wortstamm sortiert.Geographie
Städte
Kigali ist die Hauptsadt und besitzt einene internationalen Verkehrsflughafen. Mehrere internationale Hotels haben einen auch im europäischen Vergleich ordentlichen Standard. Kigali ist auch das Zentrum des regelmäßigen Busverkehrs in alle Richtungen.Flora und Fauna
Eine Besonderheit sind die wenigen noch vorhandenen Berggorillas in den den Virungavulkanen. Die Berggorillas unterscheiden sich deutlich von den zahlreicheren Flachlandgorillas, die vor allem in Kongo leben. Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas werden durch Schutzmaßnahmen (u.a. Jagdverbot) geschützt. Bekannt geworden sind sie durch den Film Gorillas im Nebel, der das Leben der US-Forscherin Dian Fossey mit den Gorillas in Ruanda zeigt.Geschichte