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Rudolf Paul studierte in Berlin und Leipzig Staats- und Rechtswissenschaften und war anschließend in Gera als Anwalt tätig. In dieser Zeit war er Mitglied der DDP. Während des Nationalsozialismus erhielt er Berufsverbot. Am 7. Mai 1945 wurde er vom amerikanischen Stadtkommandanten zum Geraer Oberbürgermeister ernannt. Am 16. Juli 1945 wurde er erster Landespräsident (Ministerpräsident) des wiedergegründeten Landes Thüringen. 1946 trat er in die SED ein. Am 1. September 1947 siedelte er in die amerikanische Besatzungszone über, seines Amtes wurde er öffiziell am 9. Oktober desselben Jahres enthoben.