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Nach dem Krieg, 1949, beginnt Ruth Pfau in Mainz mit dem Medizinstudium. Die geborene Jüdin konvertiert, beeinflusst durch einen Freund, zum Protestantismus, und 1953 zur katholischen Kirche. Nach Abschluss ihres Studiums tritt sie 1957 in den Orden "Töchter vom Herzen Mariä" ein. Nach weiterführenden medizinischen Studien wird sie 1960 nach Karachi, Pakistan geschickt. Sie beschließt, ein Krankenhaus zur Leprabekämpfung zu errichten. Das "Marie Adelaide Leprosy Centre" (MALC) wurde zu einer in ganz Pakistan anerkannten Institution. 1980 wird Ruth Pfau zur nationalen Beraterin im Rang einer Staatssekretärin für das Lepra- und Tuberkulose-Kontrollprogramm für die pakistanische Regierung ernannt. 1996 ist die Lepra in Pakistan erstmals unter Kontrolle.
Während eines Gefängnisbesuchs stellte sie fest, dass viele Menschen in Haft nahezu blind waren. In Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission bekämpft sie seither unnötige Erblindungen.
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