Sächsisch

1. Sprache der Sachsen, eines germanischen Volksstammes, der in den ersten Jahrhunderten nach Christus das gesamte Nord(west)deutschland besiedelte bzw. unterwarf.

Die Bezeichnung Sächsisch wird meist nur für das frühe und Hochmittelalter gebraucht, also nur in Verbindung mit Alt-: Altsächsisch. Für spätere Phasen des Sächsischen spricht man meist von Mittelniederdeutsch und Neuniederdeutsch oder Platt (Eigenbezeichnung). In jüngster Zeit setzt sich allerdings die Bezeichnung Niedersächsisch für die Sprache auch in neueren Varietäten zunehmend durch, vor allem im englischen Sprachraum Low Saxon.

Ein Teil des Gebiets der Sachsen gehört heute zu den Niederlanden. Hier ist die Bezeichnung Sächsisch (nl.: Saksisch) weiter, konkurrierend mit Plat, in Gebrauch.

2. Heute wird so auch der deutsche Dialekt der Bewohner des Freistaates Sachsen bezeichnet, der aber ursprünglich Thüringisch genannt wurde. Er geht zurück auf die Ausgleichssprache (Kolonialdialekt) der aus verschiedenen deutschen Gegenden eingewanderten Germanen, deren Ostkolonisation etwa um 1200 begann. Diese Sprache nahmen auch die im Land verbliebenden Slawen an; lediglich in der Lausitz hielt sich eine slawische Sprache, das Sorbische, bis in unsere Zeit.



Websites: Tagoror | Guajara | Tacoronte Guia | Todo Gomera | Deranet | Radioaficionados | Cinebso | Mi Buscador

Enciclopedia On Line: GNU FDL.