Salamanca

Salamanca ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Spanien. Das Umland ist eher ärmlich, durch die Viehzucht, Landflucht und die Nähe zur portugiesischen Grenze geprägt.

Salamanca selbst hingegen definiert sich durch seine Universität, die die Stadt mit Studenten füllt und ihr die angeblich höchste Kneipendichte Spaniens gibt. In der Tat ist die Universität die älteste Spaniens und eine der ältesten Europas. Unter den bekanntesten Dozenten befindet sich Fray Luis de León und Miguel de Unamuno, über die zahlreiche Anekdoten erzählt werden.

Darüber hinaus besitzt die Stadt zwei Kathedralen, die aber einen gemeinsamen Gebäudekomplex bilden. Der Turm der Neuen Kathedrale wurde verstärkt, da sich nach dem Erdbeben von Lissabon Risse an ihm zeigten. Auch an der Kathedrale sieht man Spuren der Universität: Früher war es Sitte nach erfolgreicher Beendigung der Promotion einen Victor, ein rotes "V" und seinen Namen an den Dom zu malen.

Im gegenüberliegenden Bischofspalast befand sich während des spanischen Bürgerkriegs zeitweilig das Hauptquartier Francos.

Bekannt ist ferner La casa de las conchas (Haus der Muscheln), ein Stadtpalast, dessen Fassade mit mehreren hundert steinernen Muscheln, dem Symbol der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela, geschmückt ist.

Die Stadt liegt am Flüsschen Tormes und Fußgänger können noch heute den Puente Romano, eine durch die Römer erbaute Brücke, benutzen.

In Salamanca soll das beste Hochspanisch gesprochen werden. Dies und die von der Universität organisierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermonaten mit ausländischen Studenten füllt.

Die Salmantiner sind besonders stolz darauf, dass Salamanca im Jahr 2002 zusammen mit Brügge die Kulturhauptstadt Europas war.



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