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Der Sankt Gotthard-Pass (italienisch San Gottardo) war lange Zeit die wichtigste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen.
Der Pass verbindet die Städte Andermatt (im Urseren Tal) im Kanton Uri und Airolo (im Valle Leventina) im Kanton Tessin.
Die Geschichte des Gotthardpasses beginnt erst mit dem Mittelalter, die Römer haben ihn wahrscheinlich nicht benutzt. Als die Langobarden im Jahr 569 von Süden her über den Pass eindrangen, bauten sie über die Reuss eine in Ketten hängende Brücke, diese wurde 1198 durch die sicherere (alte) Teufelsbrücke ersetzt. Bereits zu Zeiten Karls des Großen war der Weg für Saumtiere hergerichtet worden. Das älteste Gebäude des Passes ist die Kapelle, die zwischen 1160 und 1176 vom Mailänder Erzbischof St. Galdinus zu Ehren des erst kurz vorher kanonisierten heiligen Gotthard geweiht, der auch dem Pass den zunächst das Hospiz am Nordfuß des Berges. 1629 wird durch F. Borromeo eine Herberge auf der Passhöhe errichtet, die seit 1683 von den Kapuzinern besorgt wird. 1707 wurde der Tunnel des Urner Loches gesprengt und dadurch die Zugänglichkeit des Bergs wesentlich erleichtert. Noch aber blieb die Straße bloß ein 3-4 m breiter, mit großen Rollsteinen gepflasterter Saumpfad.
Zahlen und Fakten zum Gotthard-Pass
Die Sankt Gotthard Straße
Auf einer Strecke von rund 110 Kilometern verbinden die Sankt Gotthard-Straße die Orte Altdorf und Biasca, während der gleichnamige Pass in Andermatt beginnt und in Airolo endet. Oder umgekehrt. Von 1819 bis 1826 wurde das erste Teilstück von Amsteg nach Göschenen gebaut. Mit dem Bau eigentliche Pass-Straße wurde 1827 begonnen. Die Straße wurde 1830 fertig gestellt.
Der Eisenbahntunnel
Von 1872 bis 1882 wird der Eisenbahntunnel gebaut. Überwiegend werden italienische Gastarbeiter beschäftigt. Bei den Tunnelarbeiten sterben 177 Männer, darunter auch der projektleitende Ingenieur Louis Favre. Die neugebaute Eisenbahnlinie sorgte für einen wirtschaftlichen Aufschwung im Tessin. Ein Denkmal für die Opfer des Eisenbahntunnelbaus, geschaffen vom Künstler Vincenzo Vela ist in Airolo zu finden.
Der Straßentunnel
Von 1970 bis 1980 wird der Straßentunnel gebaut. Dieser ist das Herzstück der schweizer Nationalstraße A2 von Basel nach Chiasso und damit der kürzesten europäischen Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Sizilien.
Am 24. Oktober 2001 kommt es durch den Zusammenstoß zweier Lastwagen zu einer Brandkatastrophe im Tunnel. Elf Menschen sterben bei dem Unglück.
Zahlen und Fakten zum Straßentunnel
Zeittafel
Zitat
Wilhelm Tell, in dem gleichnamigen Schauspiel von Friedrich Schiller (1804)