Säugetiere

simple:Mammal

{| border="1" cellspacing="0" style="float:right;margin-left:0.5em" ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Säugetiere |- | align="center" |
Grauwolf Canis lupus
Größere Version
|- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Systematik |- | {| border="0" |- | Stammgruppe: || Neumünder (Deuterostomia) |- | Stamm: || Chordatiere (Chordata) |- | Unterstamm: || Wirbeltiere (Vertebrata) |- | Überklasse: || Kiefermäuler (Gnathostomata) |- | Reihe: || Landwirbeltiere (Tetrapoda) |- | Klasse: || Säugetiere (Mammalia) |} |- ! align="center" bgcolor="#ffc0c0" | Unterklassen |- |

|}

Die Säugetiere bilden eine Klasse der Wirbeltiere.

Der wissenschaftliche Name ist Mammalia, was sich auf die Milchdrüsen bezieht, oder, weniger gebräuchlich, Theria (Haartiere) vom Griechischen Theros (Haar).

Bis auf die sechs Arten der Ursäuger sind alle Säugetiere lebendgebärend. Während bei den Höheren Säugetieren die Jungen bei der Geburt weit entwickelt sind und bei vielen Arten gleich nach der Geburt laufen können (Nestflüchter), sind die Nachkommen bei den Beutelsäugern (Beuteltiere) winzig klein, Embryos vergleichbar. Die Klasse der Säugetiere umfasst rund 4.000 Arten weltweit.

Table of contents
1 Entwicklungsgeschichte und Evolution
2 Systematik
3 Literatur
4 Weblinks

Entwicklungsgeschichte und Evolution

Die ältesten bekannten Fossilien von Säugetieren sind etwa 200 Millionen Jahre alt. Sie stammen aus dem Jura und sind eng verwandt mit den gleichzeitig vorkommenden Synapsiden. Der derzeit älteste Vertreter ist Hadrocodium wui, ein in China gefundenes Fossil.

Zwei wichtige, fossil gut erhaltene Merkmale, die die Säugetiere von den Reptilien unterscheiden, sind die Zähne und die Gehörknochen.

Bei Reptilien sind alle Zähne gleich, während Säugetiere differenzierte Zähne besitzen. Die Ursäuger besaßen im Ober- und Unterkiefer auf jeder Kieferseite jeweils 3 Schneidezähne (Incisivi), 1 Eckzahn (Caninus), und zwei Arten von Backenzähnen (4 Prämolaren und 3 Molaren). Mit zunehmender Spezialisierung verloren viele Arten einen Teil der im Ursäugergebiß vorhandenen Zähne. Die vorhandenen Zähne lassen sich in einer Zahnformel ausdrücken, im Falle der Ursäuger lautet diese '3143'.

Außerdem wachsen bei Reptilien die Zähne immer wieder nach, wogegen Säugetiere ihre Zähne, mit Ausnahme der Milchzähne, behalten.

Die Gehörknochen (Hammer, Amboss und Steigbügel) kommen nur bei Säugetieren vor; sie entstanden aus zwei im Kiefer der Reptilien vorhandenen Knochen (dem 'Articular' und dem 'Quadrate').

Bis zum Beginn des Tertiärs waren alle Säugetiere klein (bis etwa rattengroß). Mit dem Aussterben der Dinosaurier wurden viele ökologische Nischen frei, die von einer Vielzahl neu entstehender Säugetiergruppen besetzt wurden. Im Verlauf des Tertiärs entwickelten sich die Säugetiere zu der dominanten Tiergruppe auf dem Land.

Systematik

Die Säugetiere werden hier in drei Unterklassen und achtundzwanzig Ordnungen unterteilt, die ihrerseits bei den Beutelsäugern und höheren Säugetieren noch einmal zwei bzw. vier übergeordneten Gruppen zugeteilt werden können:

Siehe auch: Portal Lebewesen

Literatur

Bernhard Grzimek, Grzimeks Tierleben. Enzyklopädie des Tierreichs, 2000. (Säugetiere in Band 10 bis 13) Ronald M. Nowak, Walker's Mammals of the World Vol. I and Vol. II, 1999.

Weblinks