Scharnhorst (Schiff)

Scharnhorst war der Name einer Reihe deutscher Kriegschiffe. Sie wurden benannt nach Gerhard von Scharnhorst, der in Preußen die allgemeine Wehrpflicht einführte und für tiefgreifende Reformen der preußischen Armee verantwortlich war.

Table of contents
1 Großer Kreuzer SMS Scharnhorst der Kaiserlichen Marine
2 Schlachtschiff Scharnhorst der deutschen Kriegsmarine
3 Literatur
4 Weblinks

Großer Kreuzer SMS Scharnhorst der Kaiserlichen Marine

Bauwerft: Blohm & Voß, Hamburg
Stapellauf am 22. März 1906
Indienststellung am 24. Oktober 1907
Verdrängung: 12.985 Tonnen
Leistung der Maschinenanlage: 28.783 PSi (indizierte Leistung)
Höchstgeschwindigkeit 23,5 kn

Der Große Kreuzer SMS Scharnhorst war Flaggschiff des Kommandanten des deutschen Ostasiengeschwaders Vizeadmiral Graf von Spee. Er war ab 1909 in Tsingtao stationiert. Bei Ausbruch des 1. Weltkriegs befand sich das Schiff mit dem gesamten Geschwader auf See. Da der Stützpunkt zu Beginn des Krieges aufgegeben werden musste entschloß sich der Geschwaderkommandant zur Rückkehr nach Deutschland. Auf der Rückfahrt traf die deutsche Kampfgruppe am 1. November 1914 bei Coronel vor der Chilenischen Küste auf eine englische Kampfgruppe unter Vizeadmiral Cradock. Im Verlauf der Schlacht bei Coronel wurden die britischen Panzerkreuzer HMS Good Hope und HMS Monmouth versenkt. Die deutschen Schiffe verließen das Gefecht zwar unbeschädigt hatten aber z.T. die Hälfte Ihrer Munition verschossen. Man machte sich weiter auf dem Weg um Kap Hoorn, vor den Falklandinseln traf das deutsche Geschwader erneut auf eine englische Kampfgruppe. Die englische Kampfgruppe unter Admiral Sir Frederick Sturdee mit Ihren Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible war den deutschen Schiffen jedoch an Geschwindigkeit sowie an Bewaffung überlegen. Die Scharnhorst wurde versenkt und mit ihr 860 Mann.

Schlachtschiff Scharnhorst der deutschen Kriegsmarine

Bauwerft: Marinewerft Wilhelmshaven
1. Kiellegung am 14. Februar 1934
Baustopp am 5. Juli 1934
2. Kiellegung am 15. Juni 1935
Stapellauf am 3. Oktober 1936
Indienststellung am 7. Januar 1939
Standardverdrängung: 31.552 Tonnen
Leistung der Maschinenanlage: 160.050 PS (an den Wellen)
Höchstgeschwindigkeit 31,65 kn
Schwesterschiff Gneisenau
Die Schlachschiffe der Scharnhorstklasse waren die ersten Schiffe der deutschen Kriegsmarine die unter den Bedingungen des deutsch-britischen Flottenabkommens gebaut wurden. Die offizielle Verdrängung betrug 26.000 tons. Als Bewaffung wählte man aus politischen Gründen, man wollte England nicht direkt nach Vertragsabschluss vor den Kopf stoßen, das bei den Panzerschiffen bewährte Kaliber von 28 cm. Auch die Aufstellung in Drillingstürmen wurde beibehalten, es wurden jedoch im Unterschied zu den Panzeschiffen 3 Türme aufgestellt davon zwei vorne und einer achtern. Ein späterer Umbau auf 38 cm Geschütze in Doppeltürmen, in der Bauart wie auf Bismarck, war vorgesehen.

Die Scharnhorst wurde am 26. Dezember 1943 im Nordmeer von zwei britischen Kampfgruppen in ein Artilleriegefecht verwickelt und versenkt.

Literatur

Weblinks





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